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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Jäger Aus Friesoythe: Drei Generationen, eine Leidenschaft

04.01.2016

Gehlenberg /Markhausen „Das Jägern liegt uns im Blut, es ist angeboren“, erzählt der 77-jährige Hermann Breyer und sein Jagdfreund Gerd Hömmken nickt zustimmend und meint: „Es sind Vollblutjäger mit einem ausgeprägten Hegetrieb.“

Mit Hermann Breyer, Sohn Heinz Breyer (44 Jahre) und Enkel Henrik Langemeyer (18 Jahre) gehören drei Generationen einer Familie dem Hegering Gehlenberg/Markhausen an und gehen gemeinsam in einem Gehlenberger Revier zur Jagd.

Hermann Breyer erwarb seinen Jagdschein 1960. „Die Kosten betrugen damals nur 37 DM“, erinnert sich der Senior der Familie. Die Leidenschaft zur Jagd habe auch schon seinem Vater innegewohnt, der nach der Währungsreform, im Winter 1948/49, den Balg (das Fell) von elf Füchsen gerben ließ und im Ruhrgebiet verkaufte. Dafür habe er 3300 DM, damals ein großes Vermögen, erhalten und von dem Geld einen Hektar Land gekauft.

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Die Fuchsjagd habe Breyer selbst auch immer sehr am Herzen gelegen, doch auf Grund des Preisverfalls beim Fuchsfell habe er derartige Geschäfte wie sein Vater nicht mehr machen können. Die Raubwildbekämpfung, insbesondere die Fallenjagd auf den Fuchs, sei für ihn immer ein wichtiger Teil der Hege gewesen und sei es natürlich heute noch, so Hermann Breyer.

Jagdfreund Hömmken hält mit den Erfolgen seines Jägerkollegen nicht hinterm Berg und berichtet, dass Hermann Breyer im letzten Jahr noch elf Füchse gefangen beziehungsweise gestreckt habe und in seinem Rekordjahr seien es 27 Füchse gewesen. In 55 Jagdjahren komme da schon eine gewaltige Zahl, die hoch in die Hunderte gehe, zustande, so Hömmken.

Als ordentlicher Jäger führte Breyer auch stets einen Jagdhund. Deutsch Kurzhaar sei die bevorzugte Rasse gewesen, zurzeit sei ihm aber ein Deutsch Drahthaar ein treuer Begleiter auf der Jagd. Bedauert wird von Breyer, dass heutzutage der Jäger und Wildkenner aus Leidenschaft seltener geworden sei. Das Jägern sei heute zu stark mit dem Geldbeutel verbunden und für einige Jäger nur Prestige. Da bedeute oft schon die Hundeausbildung und -führung zu viel Arbeit und im Flug könne eine Wildtaube nicht von einer Brieftaube unterschieden werden.

Auch der Wildbestand habe sich in den vergangenen 55 Jahren stark verändert, erklärte Breyer. Früher sei fast nur die Rebhuhn-, Hasen- und Kaninchenjagd von großer Bedeutung gewesen, auch die Balz des Birkhahns habe noch beobachtet werden können und sei ein schönes Jagderlebnis gewesen. Heute suche man hier vergebens Birkwild. Der Fasanenbesatz habe sich in seiner Zeit stark entwickelt und tendiere jetzt allerdings im Rahmen der modernen Landwirtschaft gegen „kaum noch vorhanden“ beklagt Breyer.

Der Besatz an Reh- und Schwarzwild dagegen sei stark gestiegen. Bei der Schilderung seiner Jagderlebnisse schwelgt der Waidmann in Erinnerungen und spätestens bei seinen Beobachtungen vom Hochsitz aus wird auch dem Jagdlaien klar, dass Jägerlatein nicht unbedingt eine Fremdsprache ist. Zu seinen eindeutig schönsten Jagderlebnissen zählt Breyer, als er das erste Mal 1995 gemeinsam mit seinem Sohn Heinz, der damals seinen Jagdschein als 24-jähriger erworben hatte, auf Jagd gegangen sei.

Übertroffen wurde dies nur noch, als er mit Sohn Heinz und dem 18-Jährigen Enkel Henrik Langemeyer in diesem Jahr erstmals die Jagderlebnisse teilen durfte. Beide seien ebenfalls mit Leib und Seele Jäger. Sohn Heinz sei im Hegering Dwergte Jagdhornbläser und Enkel Henrik habe sich von Kindesbeinen an für die Natur und für die Jagd interessiert. Er habe sich seine ersten Sporen als Wildträger und zuletzt als Treiber verdient.

Besonders schön sei es, auch im engsten Familienkreis nach Feierabend zusammenzusitzen und über Jagderlebnisse und -geschichten diskutieren zu können.

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