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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Auch Wale werden in Kampe entsorgt

20.09.2019

Kampe Seit mittlerweile 50 Jahren übernimmt die Oldenburger Fleischmehlfabrik am Standort Kampe die Entsorgung von verendeten Tieren und genussuntauglichen Schlachtnebenprodukten als öffentlich-rechtliche Pflichtaufgabe. Die Firma ist zwischen dem Oldenburger Münsterland und der Nordseeküste zuständig. Dazugehören übrigens auch die nordfriesischen Inseln. Dort werden gelegentlich auch Robben und Seehunde an die Strände gespült. Für die Kadaverentsorgung wurden spezielle Kühlcontainer angeschafft. Die werden dann am Festlandhafen abgeholt. Die an den Inselstränden anlandende Wale werden allerdings von Schiffen zu den Festlandhäfen gezogen, dort zerlegt, von der OFK abgeholt und in Kampe entsorgt.

Die OFK finanziert sich zum Teil durch den Verkauf von Fetten. Für eine externe Verbrennung in Kraftwerken und Zementwerken muss gezahlt werden. Für verendete Nutztiere zahlen die Landkreise 40 Prozent und die Tierseuchenkasse 60 Prozent der verbleibenden Entsorgungskosten. In die Tierseuchenkasse zahlen die Landwirte Beiträge. Für jedes der 10,6 Millionen Schweine in Niedersachsen werden 70 Cent fällig, die 3,5 Millionen Putenhähne beispielsweise kosten 63 Cent pro Stück als Beitrag und für jedes der 66 Millionen Masthähnchen muss 2,3 Cent gezahlt werden. Für entsorgungspflichtige Schlachtreststoffe zahlen die Schlachtunternehmen Entsorgungsentgelte; für hochwertige Stoffe wie Fette und Knochen zur Herstellung von Futtermitteln bekommen sie Geld.

Am Zweckverband, zu dem die OFK gehört, sind die Landkreise Leer, Aurich, Wittmund, Ammerland, Friesland, Wesermarsch, Oldenburg, Cloppenburg und Vechta sowie die Städte Emden, Oldenburg und Wilhelmshaven beteiligt.

Das 50-jährige Bestehen in Kampe wird am Wochenende groß gefeiert. An diesem Freitag gibt es einen offiziellen Festakt für geladene Gäste. Am Samstag findet eine Mitarbeiterparty statt. Am Sonntag, 22. September, ist die ganze Bevölkerung von 11 bis 18 Uhr zu einem Tag der offenen Tür auf das Gelände (Zur Fleischmehlfabrik 1, 26169 Kampe) eingeladen.

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