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Aktualisiert vor 2 Minuten.

Amira Mohamed Ali
Oldenburgerin übernimmt Fraktionsvorsitz der Linken

NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Verkauf von Kartzfehn nicht vom Tisch

14.08.2019

Kartzfehn „Es ist nicht eilig“. Heinz Bosse, Geschäftsführer beim Moorgut Kartzfehn, legt wie so oft Ruhe und Beschaulichkeit an den Tag. Am Verkauf des Moorguts Kartzfehn wird weiter festgehalten. Und entgegen allen in der Szene laufenden Gerüchten – Verkauf an einen russischen Investor oder an die PHW-Gruppe (Wiesenhof) – sei auch nichts Konkretes zu vermelden.

Vor zwei Jahren war der Verkauf der Moorgut Kartzfehn von Kameke GmbH & Co. KG an der zur EW Group des Erich Wesjohann (Rechterfeld) gehörenden Aviagen Turkeys gescheitert. Der Käufer zog den Antrag zurück. Auch nach Nachbesserungen wollte das Bundeskartellamt in Bonn der Fusion nicht zustimmen.

Zuerst hatte die Aviagen Turkeys mit Sitz in Großbritannien – gehört zur weltweiten Aviagen-Gruppe – den Antrag auf Genehmigung gestellt. Dann lief das Antragsverfahren erneut an. Dieses Mal war die European Turkey Distribution Holding GmbH mit Sitz in Visbek der Antragsteller. Hinter beiden Unternehmen steckt die EW Group des Erich Wesjohann. Doch für die European Turkey Distribution, eine Tochter von Aviagen, zeichnet Dirk Wesjohann, 46-jähriger Sohn von Erich Wesjohann, verantwortlich.

Die EW Group des Erich Wesjohann beherrscht mit nur einem kalifornischen Konkurrenten die Genetik-Szene im Putenbereich. Die Kartzfehner sind stark in der nächsten Ebene, der Putenvermehrung. In Deutschland gibt es dagegen nur drei weitere Unternehmen mit maßgeblichen Putenbrütereien. So mancher befürchtete dabei eine mögliche Bevorzugung, zumal auch die EW Group sich neuerdings auf der nach der Mast übernächsten Ebene, der Vermarktung, engagiert. Die EW Group erwarb Anteile des niederländischen Konzerns Plukon, dem auch Stolle (Visbek) gehört. Die Absicht, sich dort bald wieder zurückzuziehen, wurde allerdings noch nicht umgesetzt.

Nach dem Tod von Peter von Kameke (82), der bisher zusammen mit seinem Bruder Kartz von Kameke die Mehrheitsanteile am Moorgut hielt, wird diese Rolle und die Kartzfehner Anteile sein jüngster Sohn Michael übernehmen. Michael von Kameke kennt den Betrieb bestens. Bis vor einem Jahr war er Bereichsleiter für die Elterntierfarmen, die vor allem im Land Brandenburg liegen. Diese Aufgabe hat Thomas Stuhr übernommen.

Die Putenhierarchie ist klar gegliedert. Es gibt weltweit zwei Zuchtunternehmen. Die Eier für die Elterntiere der Putenmast können von der Hybrid Turkeys kommen. Das kalifornische Genetikunternehmen ist seit 2007 ein Teil von Hendrix Genetics, einem niederländischen Konzern mit Sitz in Boxmeer – gegenüber von Kleve. Ständig werden neue Puten-Großelterntierfarmen gegründet.

Die vier deutschen Putenvermehrer – neben dem Moorgut Kartzfehn die Brüterei Böcker im bayrischen Rot am See, Heidemark mit den Thole-Brütereien in Bösel und einer Brüterei in Steinhagen-Brockhagen (Westfalen) sowie Wiesenhof (PHW-Wesjohann) mit einer Brüterei in Ahlhorn – bekommen die Eier zur Zucht der Elterntiere aber von Aviagen Turkeys.

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