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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Esterweger Dose: Kein Verständnis für geplanten Torfausstieg

30.05.2014

Elisabethfehn Kein Verständnis für das Vorhaben von Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne), bis zum Jahr 2060 aus dem Torfabbau auszusteigen, hat der Geschäftsführer der Firma Griendtsveen Torfstreu AG Saterland, Dr. Guns van Berckel, vor dem Vorstand und dem Kuratorium der Stiftung Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn gezeigt.

Die Stiftungsmitglieder, darunter SPD-Landtagsabgeordnete Renate Geuter, schauten sich auf Einladung von Johannes Brinkmann von der Firma Griendtsveen bei einer Exkursion durch die Esterweger Dose den Torfabbau und die Wiedervernässungsflächen an. Dabei kam auch die zukünftige touristische und naturwissenschaftliche Nutzung des Gebietes zur Sprache. Durchaus denkbar sei, dass das Museum in E’fehn ein Sprungbrett zum Moor wird, sagte Brinkmann.

Der Grünenminister will dem großflächigen Torfabbau in den Mooren, die gigantische Speicher für Kohlendioxid darstellen, Einhalt gebieten. Nach den Vorstellungen von Meyer sollen alle Vorranggebiete für den Torfabbau im Landes-Raumordnungsprogramm (LROP) gestrichen werden.

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Dieses Programm hatte CDU-Vorgänger Gert Lindemann 2012 aufgestellt und neue Vorranggebiete für die Torfgewinnung ausgewiesen. Bestehende Genehmigungen bleiben erhalten. Erst ein geordneter Torfabbau ebne die Schaffung neuer, intakter Moore durch eine verbindliche Wiedervernässung. Für die Torfindustrie würden keinerlei intakte Moorflächen entwässert und zerstört, sagte van Berckel. Auf der Grundlage einheimischer Torfgewinnung und Verarbeitung des Rohstoffs versorge die deutsche Torf- und Humuswirtschaft nicht nur die inländische Nachfrage, sondern decke auch einen Großteil der Nachfrage aus dem EU-Raum.

Geuter versuchte die Gemüter zu beschwichtigen. „Noch ist das Landesraumordnungsprogramm nicht verabschiedet. Es gibt derzeit noch erhebliche interne Diskussionen.“ Man werde alle Argumente berücksichtigen und später zu einer tragfähigen Lösung zu kommen. Es sei aber schwierig. „Es gab eine tragfähige Lösung von der vorherigen Regierung. Doch die ist im Papierkorb von Rot-Grün gelandet. Man hätte keine Neue finden müssen“, hielt Stiftungsvorsitzender Jürgen Günther dagegen. Nur abgetorfte Flächen könnten wiedervernässt und dadurch später wieder zu wertvollen Mooren werden. Jetzt würden die nicht ausgewiesenen Vorranggebiete vor allem für eine intensive Landwirtschaft genutzt – mit viel größeren Auswirkungen auf die Umwelt.

Bei der Fahrt mit der Moorbahn durch das künftig größte zusammenhängende Hochmoorschutzgebiet Europas gewannen die Teilnehmer neue Eindrücke über den Torfabbau und die Wiedernutzung.

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