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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Kein „Weiter so“ im hiesigen Einzelhandel

30.11.2013

Cloppenburg Ein „Weiter so“ wird es in Zukunft für den Einzelhandel nicht mehr geben: Das machte der Wirtschaftspublizist Andreas Haderlein (Frankfurt) den anwesenden Vertretern des Cloppenburger Einzelhandels beim 11. Stadtgespräch am Donnerstag im Rathaus ganz deutlich.

Nach dem Vortrag „Vom Netz ins Geschäft“ diskutierten Lars Fahrenholz (HFC inter.net), Thomas Grimme (Bley), Oskar Laschinski (Intersport) und Udo Schene (Autohaus Südbeck) über Wege, um auch in Zeiten des Internethandels konkurrenzfähig zu bleiben. Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese betonte, dass die Stadt mit dem örtlichen Einzelhandel, der Wirtschaftsförderung und dem Stadtmarketing Modelle entwickeln müsse, um einer Verödung der Innenstadt entgegenzuwirken.

Hauptreferent Haderlein bescheinigte der Cloppenburger Innenstadt eine – noch – gesunde Struktur, die auf ein gutes Miteinander und auf verschiedene gemeinsame Aktionen, die Käufer in die Innenstadt locken würden, zurückzuführen sei. In den vergangenen Jahrzehnten sei der Handel bereits einem stetigen Wandel unterlegen gewesen – und durch das Internet sei eine weitere, moderne Herausforderung dazugekommen, der sich der Handel nun stelle müsse.

Haderlein warnte davor, die bisherigen Verhältnisse zu romantisieren und forderte den Handel stattdessen auf, den Herausforderungen mit kreativen Geschäftsideen und besonderen Erlebnisangeboten für den Kunden zu begegnen. „Ob Sie wollen oder nicht. Sie sind bereits im Internet, und daher müssen Sie sich auch damit auseinandersetzen“, machte Haderlein den anwesenden Einzelhändlern klar.

Der Internet-Handel sei ein wachsender Markt, in dem bereits heute in einigen Geschäftsbereichen bis zu 30 Prozent des gesamten Umsatzes getätigt würden. „In Zukunft wird es keinen Unterschied mehr zwischen online-Handel oder stationärem Handel geben. Sie werden mittelfristig zusammenlaufen“, betonte der Referent und Zukunftsforscher.

Die meisten Such-Anfragen im Netz würden sich auf lokale Themen beziehen. Dies sei eine Chance für den Einzelhandel vor Ort, der seine Kompetenz und seine Angebotspalette benutzerfreundlich präsentieren müsse. Als Beispiel nannte der E-Commerce-Experte einen Online-Service der Lebensmittelkette Rewe, bei der die Kunden ihre online bestellte Ware nur noch an einem Schalter abzuholen bräuchten.

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion, die mit ihren Firmen ebenfalls online vertreten sind, berichteten von ihren durchaus unterschiedlichen Erfahrungen. Deutlich wurde aber, dass der Kunde heute sehr gut informiert in den Laden kommt und eine qualifizierte Beratung auf Augenhöhe wünscht. Schwierig sei es aber mit den niedrigen Preisen im Internet zu konkurrieren, machten die Einzelhändler deutlich.

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