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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Natur: Kinderstube für Rehkitze

05.06.2012

ALTENOYTHE Trotz zahlloser Felder eine fast grenzenlose Aussicht. Der Grund: Der Mais ist erst wenige Zentimeter groß, und da in dieser Region immer mehr Mais angebaut wird, präsentierten sich die Äcker sehr monoton. Landläufig ist auch von „Vermaisung“ der Region die Rede. Für das Wild bedeutet das nichts Gutes. Hasen, Fasanen oder Rehen fehlt es bei der ungeschützten Weite an Rückzugsmöglichkeiten, an Zuflucht, an Ruhe.

Die Jäger des Reviers IV Pirgo in Altenoythe haben das Problem längst erkannt und in den vergangenen Jahren zwei Ruhezonen geschaffen. Gemeinsam haben Jäger und Landwirte zwei sogenannte Hegebüsche angelegt. Das eine ist 1200 Quadratmeter und das andere 750 Quadratmeter groß. „Vor allem im Frühjahr fehlen den Tieren ihre ,Kinderstuben’“, sagte Richard Hardenberg, Landwirt und Jäger aus Altenoythe, als er gemeinsam mit Paul Schnarhelt, ebenfalls Jäger aus Altenoythe, die beiden Flächen vorstellte.

Hegebüsche bestehen aus Kräutern, Sträuchern und mittelwüchsigen Bäumen, die dem Standort angepasst sind. Vorrangiges Ziel der Schaffung von Hegebüschen ist, Zufluchtstätten für die im intensiv genutzten Flur- und Siedlungsbereich frei lebenden Tiere zu schaffen. Durch die Gestaltung der Anlagen werde die Artenvielfalt gefördert und zusätzliche Nahrungs-, Nist- und Brutmöglichkeiten geschaffen.

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Sehr geeignet seien Flächen, so Hardenberg, die landwirtschaftlich ohnehin nur schwer zu bearbeiten und somit für Landwirte unattraktiv seien. Diese Flächen in Hegebüsche umzuwandeln, sei für die Natur optimal. In Altenoythe jedenfalls ist man sichtlich zufrieden mit der Entwicklung der 2008 und 2009 angelegten Areale. Zwölf Pflanzenarten – wie Ginster, Windrose oder Weide – wachsen prächtig. Die Hegebüsche kommen so gut an, dass eine Rike dort bereits zum zweiten Mal in Folge Kitze zur Welt gebracht hat. Zudem hätten die immer rarer werdenden Rebhühner in dem schützenden Grün ein neues Zuhause gefunden, ebenso wie unzählige Singvögel.

„Hegebüsche sind auf jeden Fall eine gute Sache“, hofft Schnarhelt auf viele Nachahmer. Die gibt es nämlich immer weniger. Wurden im Landkreis Cloppenburg im Jahr 2004 noch 33 Hegebüsche angelegt, so waren es 2011 nur noch drei. Dabei wird die Anlage finanziell fast vollständig von der Landesjägerschaft Niedersachsen bezuschusst.

 @ Mehr Infos unter http://www.jaegerschaft-cloppenburg.de

NWZTV zeigt einen Beitrag unter http://www.NWZonline.de/nwztv

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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