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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

MISERE: Klinik: Erste Zeitverträge sind gekappt

02.08.2007

CLOPPENBURG Das Cloppenburger Sankt-Josefs-Hospital produziert weiter negative Schlagzeilen. Nach gesicherten Informationen der NWZ gibt es aufgrund der Finanzmisere der Klinik einen ersten Personalabbau. Vorerst drei Beschäftigte stehen nach Ablauf ihres Zeitvertrages auf der Straße. Das hat die Angst in der übrigen Belegschaft vor einem Verlust des Arbeitsplatzes weiter geschürt. Viele fürchten, die Entscheidung könnte in eine größere Entlassungswelle münden. Genährt wird diese Angst durch einen externen Sanierer, der derzeit die Klinik nach Einsparpotenzialen durchforstet.

Der neu installierte Verwaltungsdirektor, Peter Koschnik, will von einem Stellenabbau indes nichts wissen. Er sagte am Mittwoch auf NWZ-Anfrage, über Kündigungen sei im Hause nicht gesprochen, geschweige denn entschieden worden. „Da wissen Sie mehr als ich“, sagte Koschnik – und verwies an den Kuratoriumsvorsitzenden, Dechant Alfons Kühling. Der weilt allerdings im Urlaub, außerdem verweigerte er der NWZ bis dato jegliche Auskunft.

Unterdessen gerät das Kuratorium in der Öffentlichkeit zunehmend unter Druck. Wie berichtet, hat das fünfköpfige Gremium den langjährigen Verwaltungsdirektor Bernd Bergmann vor drei Wochen Knall auf Fall von seinen Aufgaben entbunden und Stellvertreter Koschnik an dessen Stelle gesetzt. Bergmann, der ernsthaft erkrankt ist, erfuhr erst durch die NWZ von seiner Abberufung. Bis heute liegt ihm keine Begründung vor.

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Cloppenburgs ehemaliger Oberkreisdirektor (OKD) Herbert Rausch nannte diesen Umgang mit Mitarbeitern am Mittwoch gegenüber der NWZ einen „unverzeihlichen Stil“. Rausch war früher selbst einige Jahre Kuratoriumsmitglied, hatte sich aber aus dem Gremium verabschiedet, um als Chef der Kreisbehörde und damit als Aufsicht über das Kreisbauamt „nicht in Misskredit und den Ruch von Begünstigung zu geraten“. Rausch erinnert sich, dass damals ein Haus des St.-Josefs-Stiftes in den Bührener Tannen – und damit im Außenbereich, in dem besondere Vorschriften gelten – „in rechtlich unzulässiger Weise“ umgebaut und die Maßnahme erst im Nachhinein genehmigt worden sei, so Rausch.

In medizinisch-sozialen Fachkreisen schlägt vor allem das Gebaren des Klinikträgers gegenüber Bergmann mittlerweile Wellen bis in die Landeshauptstadt Hannover. Helmut Fricke sagte am Mittwoch der NWZ, das Vorgehen des Kuratoriums stoße auf „völliges Unverständnis“, weil Bergmann „landesweit“ Anerkennung als ausgesprochen kompetenter Fachmann des Krankenhauswesens genieße. Fricke ist immerhin Verbandsvorsitzender der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft (NKG), in der alle Krankenhäuser des Landes zusammengeschlossen sind.

Das Kuratorium kann sich indes mit allen Entscheidungen hinter den Statuten des St.-Josefs-Stiftes verschanzen, denn es überwacht laut Paragraph 6 die Durchführung der eigenen Beschlüsse sowie den Ablauf der Verwaltungsgeschäfte. Und der Paragraph 4 regelt, dass Dechant Alfons Kühling so lange ständiges Mitglied und Vorsitzender ist, so lange er als Pfarrer der Pfarrgemeinde St. Andreas vorsteht. Kühling obliegt demnach auch, die vier weiteren Mitglieder für jeweils vier Jahre zu ernennen. Derzeit sind das Wilhelm Boning, Paul Froesch, Dr. Heinrich Preut und Wolfgang Hinrichs. Ihre jetzige ehrenamtliche Amtszeit läuft allerdings am 30. September 2007 ab.

Weitere Berichte zu dem Thema auf NWZonline

Deutliche Kritik an Absetzung

Kühling verhängt Maulkorb

Kuratorium beruft Direktor ab

Lesermeinungen zu dem Thema

„Offene Rebellion nur eine Frage der Zeit“

„Fachmann beseitigt – Weg frei für Laienmanager“

„Bergmann hat sich im Amt aufgerieben“

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