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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Kommunalwahl: Kneipe als Arbeitsplatz der Wahl

09.09.2011

STRüCKLINGEN Besonders viel Ruhe wird Ingeborg Remmers an diesem Wochenende nicht bekommen. Die Lehrerin aus Strücklingen ist am Sonnabend bei der Deichpartie mit eingespannt, und am Sonntag wird sie als Wahlhelferin in Strücklingen aktiv sein. Als Schriftführerin ist sie Teil des sechsköpfigen Teams, das im Wahllokal bei Kallage in Strücklingen für den reibungslosen Ablauf der Kommunalwahl sorgt.

Insgesamt elf Wahllokale stehen den Saterländern an diesem Sonntag von 8 bis 18 Uhr zur Verfügung: Vier in Ramsloh, drei in Strücklingen und jeweils zwei in Sedelsberg und Scharrel. „Wo genau jeder Bürger zu wählen hat, das steht auf der Benachrichtigung, die zur Wahl mitzubringen ist“, erklärt Remmers. In ihrem Lokal kennt sie jedoch die meisten, schließlich ist es schon die achte Wahl, bei der sie hilft. „Wenn ich die Leute kenne, dann müssen sie auch keine Benachrichtigung dabei haben“, sagt die Grundschullehrerin. Viele ungültige Stimmen hat sie selten in der Urne. „Das sind vielleicht vier oder fünf“, meint sie. So mancher mache schon mal ein Kreuz über den gesamten Stimmzettel, ein anderer schreibt aus Protest einen Spruch drauf.

Die zehn Stunden, die das Wahllokal geöffnet hat, teilen sich die sechs Helfer auf. Zwei kommen vormittags, und die anderen vier teilen sich den Nachmittag. Um 18 Uhr kommen dann alle wieder zusammen. „Dann wird das Lokal abgeschlossen und wir zählen die Stimmzettel aus.“ Zuerst kämen die aus der Kreistagsurne, dann die zur Gemeinderatswahl an die Reihe. „Wir versuchen, bis 19 Uhr fertig zu sein. Dann wird das Ergebnis schnell per Telefon ins Rathaus übermittelt.“ Dort findet am Wahlabend eine öffentliche Veranstaltung statt, auf der die Ergebnisse präsentiert werden. Danach werden alle Stimmzettel verschnürt und mit der Urne ins Rathaus gebracht. Remmers ist für eine Nachmittagsschicht eingeteilt. Zusammen mit ihren „Wahl-Kollegen“ Magnus Perk und Helmut Sieverding wird sie dann Wahlbenachrichtigungen annehmen und Wahlzettel ausgeben. Da nicht den ganzen Tag mit einer Schlange vor dem Strücklinger Hof zu rechnen sei, bleibt auch Zeit für eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen. „Wir sehen uns nicht so oft, deshalb nutzen wir den Nachmittag auch, um Neuigkeiten auszutauschen“, sagt Remmers.

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Trotzdem hofft sie auf eine hohe Wahlbeteiligung: „Wenn viele Menschen kommen, dann haben wir viel zu tun und dann vergeht die Zeit einfach schneller.“

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