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Aktualisiert vor 23 Minuten.

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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

SERIE: Königliche Rentnerband haut am Bau ran

30.08.2008

HARKEBRüGGE „Und hopp!“ – Willi Lieberum wuchtet den schweren Betoneimer auf das Gerüst. Sein Abnehmer, der die Masse in den Ringanker gießt ist königlicher Natur: Erhard Güntner, der hier kräftig mit zupackt damit beim neuen Vereinsheim des Schützenvereins Harkebrügge bald Richtfest sein kann, war schon 1968 Schützenkönig. Und schon wuppt er den nächsten Betoneimer in die Rinne – frei nach dem Motto, „hier malocht der König noch selbst“. Und damit ist Güntner in guter Gesellschaft. Denn die normalerweise fünfköpfige „Rentnerband“, wie sie sich selbst gerne nennt, besteht nur aus gekrönten Häuptern: Neben Güntner schwingen heute noch Willi Thieben, Bernhard Janßen und Dieter Rehme die Maurerkelle – allesamt ehemalige Majestäten des Schützenvereins Harkebrügge. Einzig Theo Schweres, das fünfte Mitglied der „königlichen Rentnerband“, hat heute keine Zeit um Eimer zu schleppen und Beton zu gießen.

Jeden Werktag treten die Ex-Könige an der Baustelle des neuen Vereinsheims an, das derzeit komplett in Eigenarbeit errichtet wird an. „Wir haben bisher noch nicht einen Cent Lohn bezahlen müssen“, ist Bernhard Janßen stolz. Als Mann vom Fach schwingt Janßen auf der Baustelle das Zepter.

Doch Majestäten haben ihre Prinzipien: „Wir treffen uns jeden Morgen um 7.45 Uhr. Dann geht es auf die Baustelle. Um 10 Uhr bringen uns unsere Frauen das Frühstück vorbei, und um 12.30 Uhr ist Feierabend“, erklärt Dieter Rehme. „Natürlich nur, wenn die Arbeit für den Tag dann getan ist. Sonst machen wir noch ein bisschen weiter“, ergänzt Janßen mit einem Schmunzeln.

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Nur am Wochenende haben die königlichen Rentner Pause. Aber auch dann herrscht auf der Baustelle keine Ruhe: „Dann kommen die Vereinskollegen die in der Woche arbeiten müssen – auch noch einmal um die zehn Mann und auch alle vom Fach“, sagt Rehme.

Und so erklärt sich auch, warum es mit dem Bau an der Kettelerstraße so gut voran geht: „Am 14. Juli war Baubeginn und wenn das Holz rechtzeitig kommt, wollen wir am 12. September Richtfest feiern“, sagt Janßen. Für Dieter Rehme, der gerne schon jetzt durch die Räume des Rohbaus der neuen Schützenhalle mit 12 Bahnen führt, wäre das eine würdige Krönung der Harkebrügger Nationalfeiertage: „Am Sonntag ist das Königsschießen, am Wochenende drauf feiern wir unser 89. Volksschützenfest und dann wäre es doch toll, wenn wir noch eine Woche später das Richtfest feiern könnten.“ Und Janßen feixt: „Dann kommen wir aus den grünen Jacken gar nicht mehr raus.“

Aus Sicht der königliche Rentnerband sind Schützen- und Richtfest auch eine gute Möglichkeit, der Bevölkerung, das neue Vereinsheim zu präsentieren: „Wir werden so gut, auch mit Spenden, von der Dorfgemeinschaft unterstützt, und da wollen wir den Menschen zeigen was wir hier machen“, sagt Rehme.

Auch an anderer Stelle ist man mit der Arbeit hoch zufrieden: „Das ist schon spannend zu sehen, wie so ein ganzes Projekt allein in Eigenarbeit entsteht“, sagt der Harkebrügger Architekt Thomas Tangemann. Und auch der 2. Vorsitzende Heinz Robak ist stolz auf seine tatkräftigen Schützenbrüder: „Die lassen nicht locker.“ Dafür haben sie auch keine Zeit, denn schon hat Lieberum eine neue Schubkarre Beton fertig und die Malocher-Majestäten warten schon auf den nächsten Eimer.

Diese NWZ-Serie schaut in Vereinsheimen, Sporthallen und Proberäumen hinter die Kulissen des Vereinslebens.

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