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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

„Konnte etwas Hoffnung geben“

07.04.2012

CLOPPENBURG Als der Anruf kam, war Rita Leisner erst einmal geschockt. Am Telefon teilte man ihr mit, sie käme als Knochenmarkspenderin in Frage. Vergangene Woche hat sie gespendet und ist froh darüber: „Ich konnte einem jungen Mädchen etwas Hoffnung geben.“

2006 hatte sich die 24-Jährige in die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) eintragen lassen – auf einer Typisierungsaktion in Essen (Oldb.). „Unsere Lehrerin hat uns ans Herz gelegt, uns registrieren zu lassen“, erinnert sich Rita Leisner. Insgesamt kam sie schon drei Mal als Spenderin in Frage, doch erst beim dritten Mal wurde es für sie wirklich ernst.

Nach dem Anruf der DKMS muss sie zu ihrem Hausarzt und erneut Blut abgeben. Nach ein, zwei Wochen wird sie informiert, dass sie in die engere Auswahl gekommen sei. Nun muss sie viele Fragebögen ausfüllen, bis sie zur Voruntersuchung nach Frankfurt eingeladen wird. „Da wird wirklich alles untersucht“, schildert die junge Frau im Gespräch. Am Ende der Untersuchung wird sie noch einmal gefragt, ob sie wirklich dazu bereit ist, Knochenmark zu spenden – damit den Patienten nicht umsonst Hoffnung gemacht werde. Sie willigt ein.

Für die Spende wird sie drei Tage in ein Krankenhaus in Frankfurt aufgenommen. Unter Vollnarkose wird ihr Knochenmark entnommen. Zwar habe sie in den ersten Tagen nach der Operation leichte Schmerzen gehabt, aber das sei es wert gewesen, denn vielleicht habe sie so jemanden das Leben retten können, sagt die junge Frau.

Direkt nach der Operation ruft Rita Leisner bei der DKMS an, um zu erfahren, an wen ihre Spende gehen wird. Empfängerin ist ein 17-jähriges Mädchen aus den USA. „Ich war erstmal baff“, schildert sie ihre Reaktion. In den nächsten zwei Jahren darf sie mit dem Mädchen nur anonymen Briefkontakt halten, danach werden die Identitäten preisgegeben.

Einen ersten Brief will die Erzieherin schon jetzt abschicken – sie will der Familie Kraft geben und sie wissen lassen, dass jemand an sie denkt. Leisner: „Ich wünsche mir von Herzen, dass das Mädchen es schafft und wieder gesund wird.“

Viel mehr Menschen sollten sich typisieren lassen, meint die 24-Jährige. Das koste nichts, da alle anfallenden Kosten von der DKMS übernommen werden. Vielleicht könne so irgendjemandem geholfen werden. „Für die Erkrankten ist eine Knochenmarkspende wie ein Lottogewinn.“ Mit wenig Aufwand könne so viel bewirkt werden. „Man muss sich vor Augen halten, dass man diesen Menschen das Leben ermöglichen kann.“

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