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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Zahl der Ausländer steigt an

12.07.2019

Kreis Cloppenburg Die Spargel- und Erdbeerbeete sowie die Schlachthöfe in der Region und nicht wie einst die Hochöfen der Stahlindustrie oder die Fahrzeugwerk-Förderbänder locken die Ausländer aktuell ins Land. Seit 1988 hat sich die Zahl der Ausländer im Kreis Cloppenburg – zum Beispiel in Emstek von 114 auf 1313, in Bösel von 94 auf 955, in Garrel von 186 auf 1905 und in Lindern von 39 auf 553 – mehr als verzehnfacht. In Essen von 65 auf 1603 gar fast verfünfundzwanzigfacht, während die Ausländerzahl in den einstigen industriellen Hochburgen wie Emden, Wilhelmshaven oder Osnabrück gar zurückging.

Die Handwerksbetriebe in Cloppenburg, Molbergen, Werlte oder Sögel könnten heute ohne die damals aus Russland gekommenen Neubürger dicht machen. Sie sind in den Ausländerzahlen nicht enthalten, sie sind Deutsche. Außerdem werden die Aussiedler-Zuzüge zwar noch erfasst – 2018 stiegen sie zum sechsten Jahr in Folge auf 7200 bundesweit – aber nicht mehr in der Datensammlung der Einwohnermeldeämter der Kommunen.

1988, das Jahr vor der Grenzöffnung und dem Ende des Eisernen Vorhangs, lebten in Niedersachsen 4,2 Prozent Ausländer. Im Kreis Cloppenburg wohnten damals 1847 Ausländer. Das entspricht einer Quote von 1,6 Prozent.

Mit der Grenzöffnung, mehr noch aber mit der EU-Erweiterung und den damit verbundenen Arbeitserleichterungen, strömten Osteuropäer in den Westen, weil hier der Arbeitsmarkt bei einer Arbeitslosenquote von um die vier Prozent abgegrast war. Im Kreis Cloppenburg sind das jetzt (per 31. Dezember 2018) 18 105 Ausländer, in der Kreisstadt 5028. Die Quoten lagen einst bei einem Prozent – so in Lindern oder Essen. Emstek und Cloppenburg kamen auf 1,6 Prozent. Heute sind die Ausländerquoten deutlich höher: in Cloppenburg 14,4 und in Essen gar 17,7 Prozent.

Ein ähnliches Bild gibt es im Emsland. Die Quote stieg von 2,1 auf 10,9 Prozent, einschließlich der 6175 Niederländer. An der Spitze liegt Sögel (18,4 Prozent), dann folgt Papenburg (15,8 Prozent). Hier haben viele Ausländer Beschäftigung bei Weidemark (Sögel), aber auch bei Krone (Werlte) oder der Meyer Werft in Papenburg gefunden. Im Kreis Vechta stieg die Ausländerquote von 3,3 auf 12,4 Prozent: in Steinfeld von 2,7 auf 14,4, in Neuenkirchen-Vörden von 3,2 auf 14,1 und in Lohne von 4,5 auf 15,1 Prozent.

Während einst die Italiener oder Türken als Gastarbeiter kamen, spielen diese Nationalitäten im Westen Niedersachsens kaum noch eine Rolle. Im Kreis Cloppenburg gibt es (Stand 31. Dezember 2017) 765 Türken. 3195 Einwohner kommen aus Polen, 3298 aus Rumänien oder 1075 aus Ungarn. 580 Afghanen, 1090 Iraker und 1465 Syrer leben im Kreisgebiet. Im Kreis Vechta wohnen 1270 Bulgaren, aber mehr Polen (3925) als im Kreis Cloppenburg. Daneben wohnen dort 2200 Rumänen, aber nur 100 aus Ungarn.

Viele Kommunen sorgen heutzutage vor allem dafür, dass die neu geworbenen Arbeitskräfte sich beim Einwohnermeldeamt registrieren lassen. Jeder zusätzliche Einwohner bringt den Kommunen rund 800 Euro. Allerdings sind oft auch Wohn- und Unterbringungsprobleme mit dem Zuzug verbunden.

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