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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Jäger erlegen hier landesweit die meisten Nutrias

31.07.2019

Kreis Cloppenburg Die Nachricht aus Bremen verwundert im Landkreis Cloppenburg manchen Landwirt und Jäger. Denn im Nachbarland wurde die Jagd auf Nutrias erst kürzlich freigegeben.

Die Nutria, auch Sumpfbiber genannt, wurde einst in Pelztierfarmen gehalten. Aus diesen Farmen entwichen immer wieder Tiere und etablierten sich in der freien Wildbahn. In Niedersachsen ist das enorme Schadpotenzial der Nutria mit Folgen für Deich- und Uferschutz sehr verhängnisvoll. In einem ersten Schritt hat das Ministerium schon vor zwei Jahren jede Schonzeit aufgehoben. 2018 wurde der Elterntierschutz für die Nutria aufgehoben. In den Niederlanden ist Nutria als Schädling klassifiziert und wird staatlich bekämpft, nicht bejagt.

Das Reproduktionspotenzial der Nutria ist enorm. Drei Würfe pro Jahr mit jeweils bis zu sechs Jungtieren sind möglich. Die Jungböcke sind nach fünf Monaten und die jungen Metzen nach sechs Monaten geschlechtsreif, so dass aus einem Paar nach drei Jahren theoretisch einige tausend Tiere entstehen können.

Die Landkreise Cloppenburg (2770 im vorletzten und 3397 im letzten Jagdjahr 2018/2019), Emsland und Osnabrück im westlichen Niedersachsen erzielten die höchsten Jagdstrecken. In Niedersachsen steigerte sich der Streckenbericht von 788 erlegten Nutrias (2014/15) auf jetzt über 25 000.

Nutria dürfen nur von Jägern geschossen oder gefangen werden. Die Bisamjäger dürfen das nur mit Jagdschein und Erlaubnis des Jagdpächters. Sechs Euro zahlen hier die Wasser- und Bodenverbände; mancherorts gibt es noch etwas mehr.

Das Jagdjahr 2018/2019 in Zahlen

So viele Tiere wurden zwischen 1. April 2018 bis 31. März 2019 im Kreis Cloppenburg erlegt (in Klammern die Zahlen des Vorjahres): Damwild 204 (220), Rehwild 3333 (3203), Schwarzwild 215 (229), Feldhasen 3531 (3369), Kaninchen 1231 (1645), Füchse 1684 (1436), Nutrias 3397 (2770), Fasane 3525 (2720), Wildtauben 8984 (11 025), Wildenten 4062 (3789), Wildgänse 997 (771), Krähen 5728 (5947)

Abseits der Nutria beschäftigen auch Wildschweine die hiesigen Jäger. Denn das Schwarzwild ist aufgrund des Auftretens der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Osteuropa und auch schon in Nachbarländern wie Polen und Belgien sehr stark in den Fokus gerückt. Sollte die ASP in Deutschland beim Schwarzwild auftreten, werden starke Handelsrestriktionen greifen, die einen enormen wirtschaftlichen Schaden nach sich ziehen dürften. Besonders die Kreise Emsland, Cloppenburg, Vechta und Osnabrück sind aufgrund der Mast von rund 20 Millionen Schweinen betroffen. Im Kreis Cloppenburg werden zudem mehr als zehn Millionen Schweine geschlachtet.

Cloppenburgs Kreisjägermeister Herbert Pitann kann von 215 erlegten Wildschweinen im vergangenen Jagdjahr (1. April 2018 bis 31. März 2019) berichten. Etwas weniger als im Jahr zuvor. Er hat dafür auch eine Erklärung: Eine Frostperiode im Februar/März hätten vielen Frischlinge nicht überstanden. Erste Zeichen seien erkennbar, dass die Streckenbilanz wieder ansteige.

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