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Wachwechsel: Kuhlmann wird neuer Polizeichef

21.08.2015

Friesoythe Der neue Leiter des künftigen Polizeikommissariates in Friesoythe steht fest: Am 1. Februar 2016 wird Jürgen Kuhlmann aus dem Ammerland Nachfolger von Heinz Niemann, der in Ruhestand geht. Das bestätigte der Präsident der Polizeidirektion Oldenburg, Jürgen Kühme, am Donnerstag auf Nachfrage der NWZ. Kuhlmann (51) ist Erster Polizeihauptkommissar und derzeit Leiter der Verfügungseinheit der Polizeiinspektion Oldenburg Stadt/Ammerland. „Wir freuen uns sehr, dass Herr Kuhlmann die Aufgabe in Friesoythe übernimmt“, sagte Kühme der NWZ.

Wie berichtet, wird die Polizeistation in Friesoythe ab dem 1. Oktober dieses Jahres in ein Polizeikommissariat umstrukturiert. Das bedeutet unter anderem, dass die Wache rund um die Uhr besetzt sein wird. Zudem gehört zu einem Kommissariat nicht nur der Einsatz- und Streifendienst (ESD), sondern auch ein Kriminal- und Ermittlungsdienst (KED).

Mehr Personal

Letzteren gab es im Nordkreis noch nicht und er wird neu am Standort Friesoythe eingerichtet werden. Mit der Umstrukturierung geht auch eine Aufstockung des Personals einher. Anstatt derzeit 22 Einsatzkräfte werden dann künftig mehr als 30 Kräfte in der Stadt tätig sei.

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Alte Dienstwohnung des Amtsrichters

Das weiße Gebäude an der Meeschenstraße 1 in Frie-soythe wurde 1889 erbaut. Das zweigeschossige Haus diente fortan als Dienstwohnung des Amtsrichters und war bis zur Aufhebung des Amtsgerichtes im Jahr 1974 fast durchgängig von Richtern bewohnt. Die Polizei zog 1975 in das Gebäude ein. 2004 wurden ein Anbau fertiggestellt und der denkmalgeschützte Altbau saniert. Rund 420 000 Euro wurden investiert.

Vor allem die Steigerung der Mitarbeiterzahl bringt das jetzige Polizeigebäude an der Meeschenstraße an seine Grenzen. Daher wurde schon vor Monaten eine Prüfung in Auftrag gegeben, die Machbarkeiten und Wirtschaftlichkeiten beleuchten sollte. Polizeipräsident Kühme rechnet damit, dass in zwei bis drei Wochen mit Ergebnissen zu rechnen seien. Erst dann könne man sehen, welche Option (Anbau oder Neubau an neuem Standort) in Betracht käme.

Nach NWZ -Informationen wird unter anderem überlegt, den erst vor rund zehn Jahren fertiggestellten Anbau abzureißen und durch einen neuen zu ersetzen. Ob dies allerdings überhaupt möglich ist, ist fraglich. Zum einen ist das 1889 erbaute ehemalige Amtsrichterhaus denkmalgeschützt, so dass Anbauten nicht ohne Weiteres möglich sind. Zum anderen befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Wache ein schützenswerter Baumbestand, der Expansionspläne erschweren würde. Außerdem ist das historische Altgebäude sehr in die Jahre gekommen, was eine größere Sanierung mit sich bringen würde.

Übergangslösung

Daher gebe es noch die Option eines Neubaus, ob nun vom Land selber vorgenommen oder durch einen Investor. Kühme wollte sich zum jetzigen Zeitpunkt noch zu keinen Optionen äußern und zunächst die Ergebnisse der Prüfung abwarten. Eines ist aber schon klar. Zum Start des Kommissariates im Oktober wird man sich noch mit einer Übergangslösung zufrieden geben müssen.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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