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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Landwirte verteidigen Flächenförderung

24.05.2019

Landkreis Dass auf diese Forderung der Niedersächsischen Grünen ein Echo folgen würde, war vorherzusehen. Sie sprechen sich dafür aus, die pauschale Flächenförderung für Landwirte abzuschaffen. Stattdessen soll die EU gezielt Landwirte fördern, die viel fürs Tierwohl oder den Klimaschutz tun. Denn das bisherige System begünstige das Höfe-Sterben, das von den Grünen ins Spiel gebrachte System dagegen biete Chancen für kleinere Höfe.

Landwirt Hubertus Berges, Vorsitzender des Kreislandvolkverbands Cloppenburg, ist von Inhalt und Zeitpunkt dieser Aussage nicht überrascht: „Das geht in eine Richtung, die wir schon kennen. Gerade vor der Europawahl kommen solche Sprüche immer wieder auf, konkrete Vorschläge stehen bisher jedoch nicht dahinter.“

Er verteidigt die Flächenprämie mit dem Hinweis auf die Chancengleichheit der europäischen Landwirte auf dem Weltmarkt, die dadurch sichergestellt werde: „Der Agrarsektor hat europaweit einheitliche Regelungen, die sehr viele Bereiche betreffen. Die Flächenprämie ist ein Erschwernisausgleich für den höheren gesetzlichen Standard.“ Berges betont, dass die Agrarförderung somit aus dem EU-Haushalt kommt.

Insgesamt machen die Ausgaben für die Flächenprämie laut Berges in Deutschland lediglich rund 0,7 Prozent der gesamten öffentlichen Ausgaben aus. Zudem würden alle OECD-Staaten ihre Landwirtschaft subventionieren. Würde die Flächenprämie in der jetzigen Form wegfallen, treffe dies vor allem die Betriebe, die vom Ackerbau abhängig seien. Viehhaltungsregionen seien nicht so stark betroffen. So oder so müsse jedoch eine Möglichkeit für die Landwirte geschaffen werden, das fehlende Geld einzunehmen. „Früher wurde dies über die Produktpreise geregelt, dies ist nach den Regeln der Welthandelsorganisation jedoch nicht zulässig“, erklärt Berges. Eine solche Lösung wäre zudem sozial noch ungerechter, da sie alle Verbraucher – unabhängig vom Einkommen – gleichermaßen träfe.

Eine Abschaffung der Flächenprämie könne ebenfalls dazu führen, dass viele Betriebe aufhören und in der Folge noch größere Betriebe entstehen könnten – genau das Gegenteil von dem, was die Grünen wollen. Berges hat eine klare Forderung an die Politik, wenn solche Vorschläge geäußert werden: „Die Folgen einer solchen Entscheidung müssen abgeschätzt werden.“

Nils Coordes Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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