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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Bei Biogas ist Friesoythe spitze

03.01.2018

Landkreis Niedersachsen nimmt bundesweit die Führungsrolle in Sachen Biogas ein. Dafür sorgen 1634 Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von 890 Megawatt. Das entspricht einem Anteil von 22 Prozent des Biogasstroms in Deutschland. Einen maßgeblichen Anteil daran hat der Landkreis Cloppenburg.

Nach einer kürzlich vorgelegten Inventur 2016 des 3N Kompetenzzentrums in Werlte werden in Niedersachsen über zehn Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen für den Energiepflanzenanbau für die Biogaserzeugung benötigt. Der Kreis Cloppenburg liegt dabei mit 18,2 Prozent deutlich über dem Schnitt.

64 700 Megawatt

119 Biogasanlagen gibt es hier. Zentrum der kreisweiten Biogaserzeugung ist Friesoythe mit 43 Anlagen. Es folgen Garrel (10), Bösel (9) und Saterland (7). 843 000 Tonnen Energiepflanzen erzeugen im Landkreis 46 400 Megawatt Strom. Von vier Millionen Tonnen Wirtschaftsdünger gehen 570 000 in die Biogasanlagen – Ertrag: 7300 Megawatt. Aus 301 000 Tonnen organischen Abfalls kommen noch 11 000 Megawatt hinzu.

Insgesamt werden in Niedersachsen 96 Prozent der Biogasanlagen als NawaRo-Anlagen (Nachwachsende Rohstoffe) betrieben. Diese mit Energiepflanzen, Futterresten und Wirtschaftsdüngern (Gülle/Mist) geführten Anlagen verfügen über eine Bemessungsleistung von rund 826 Megawatt. Im Landkreis Cloppenburg sind 109 NawaRo-Anlagen im Einsatz. Hinzu kommen zehn sogenannte Koferment-Anlagen. Diese setzen Speiseabfälle, Fette oder Schlachtabfälle ein.

In den vergangenen Jahren wurde zum Betrieb der Anlagen immer mehr Biomasse und damit immer mehr Fläche benötigt. In vielen Regionen gab/gibt es erhebliche Nutzungskonkurrenz. Der hohe Maisflächenanteil wurde kritisch gesehen. Flächenverluste wollte die Landwirtschaft vor allem in Tierhaltungsregionen, in denen das Pachtpreisniveau bereits überdurchschnittlich hoch war, nicht mehr hinnehmen. Die Pachtpreise stiegen ebenso wie die Kaufpreise von Agrarflächen.

267 000 Hektar Ackerkulturen und 16 000 Hektar Grünland sind für die Energiepflanzen der Biogasanlagen in Niedersachsen nötig. Der Maisanbau stellt aufgrund seiner hohen Leistungsfähigkeit mit 220 000 Hektar den größten Anteil. Dieser Anteil soll in den nächsten Jahren reduziert werden.

Alternative zu Mais

Zuckerrüben sind mittlerweile verarbeitungstechnisch und ökonomisch dem Mais gleichwertig. Er wird in Niedersachsen schon auf 7600 Hektar für die Biogaserzeugung angebaut. Gerade in Regionen mit hohen Maisanteilen konnte sich die Biogasrübe etablieren und zur Erweiterung der Fruchtfolge beitragen.

Im benachbarten Emsland und in der Grafschaft Bentheim hat sich der Biogasrübenanbau bereits verdreifacht.

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