• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Rollende Redaktion: Leerstände beschäftigen Bürger

09.05.2014

Barßel Er besuche gerne die Gemeinde Barßel, sagt Johannes Erbo aus Bollingen. Doch schnell stoße der 42-Jährige hier an seine Grenzen. Er ist auf den Rollstuhl angewiesen. „Die Bordsteine sind einfach zu hoch“, erzählt Erbo. Diese zu überwinden, sei eine Herausforderung. „Rollstuhlgerechte Toiletten in den Geschäften gibt es hier überhaupt nicht“, bedauert seine Lebensgefährtin Stephanie Jansen (27). Positiv bewerten sie dagegen die Einkaufsmöglichkeiten in Barßel.

Das Paar aus Bollingen gehörte zu den ersten Wochenmarktbesuchern, die am Donnerstagvormittag die Gelegenheit nutzten, um bei NWZ -Redakteurin Melanie Jepsen Lob und Kritik aber auch viele Anregungen loszuwerden. Zwei Stunden lang machte die Rollende Redaktion der Nordwest-Zeitung im Rahmen der großen Umfrage „Leben in Barßel“ auf dem Dorfplatz der Gemeinde Halt.

Autos zu schnell

Über die zunehmenden Leerstände in der Gemeinde zeigen sich Iris und Manfred Korpus besorgt. Das Ehepaar ist vor einem Jahr von Berlin nach Barßel gezogen. „Wir haben dadurch einen anderen Blick auf die Gemeinde. Uns ist aufgefallen, dass immer mehr kleinere Läden schließen“, sagt die 62-Jährige. Ihr Mann wünsche sich zudem mehr Verkehrskontrollen innerhalb der Gemeinde. „Wir wohnen in einer 30er Zone. Viele befahren aber mit Tempo 70 den Bahnweg“ , sagt er. Auch den öffentlichen Nahverkehr bemängelt der Barßeler. „Es gibt keine Busverbindung nach Augustfehn.“

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Mehr Fachgeschäfte

Verbesserungsbedarf vor Ort sieht auch Ursula Stiegeler (82) aus Reekenfeld. „Vor 22 Jahren bin ich hier her gezogen. Da gab es noch einige Geschäfte“, sagt die Rentnerin. „Jetzt ist alles weg.“ Um Besorgungen zu machen, müsse sie mit dem Auto nach Barßel fahren. Doch längst nicht jeder ältere Anwohner sei dazu in der Lage. Im Ortszentrum der Gemeinde wünsche sie sich mehr Fachgeschäfte wie etwa für Leder- und Haushaltswaren und auch ein Reformhaus.

„Die Leute sind hier alle nett“, freut sich Bernadine Witting (78) aus Barßelermoor. Ärger bereitet ihr der Zustand der Fahrradwege in der Ortschaft. „Da sind oft Risse, in denen sich Wasser sammelt“, erzählt sie. Im Zentrum Barßels fehle ihr ein Laden für Geschenkartikel.

Gisela Kolhoff wohnt seit 18 Jahren in Barßel. Sie fühle sich wohl in der Gemeinde, sagt die 64-Jährige. Sie schätzt „das Ländliche“. Mit Sorge blickt sie dagegen auf die Zukunft des Elisabethfehnkanals. „Er muss unbedingt erhalten werden, sonst ist Barßel hinfällig.“ Ärger bereite ihr auch die Verkehrssituation am Ellerbrooksweg. „Da wird teilweise viel zu schnell gefahren.“ Zudem sei dieser Bereich aufgrund von Hecken schlecht einsehbar. Verbesserungsbedarf sieht Gisela Kolhoff im Fachärzteangebot vor Ort. „Es gibt hier keinen Hals-Nasen-Ohrenarzt“ , sagt die Barßelerin. Auch die Leerstände beschäftigen sie: „Es fehlt viel.“

Sie wünsche sich ein „gutes Fischgeschäft im Ort“, meint die Barßelerin Resi Schröder. „Die Lange Straße sei dafür ideal, meint sie. Im kulturellen Bereich regt die Einwohnerin Theaterfahrten nach Oldenburg an. „Die gab es früher immer“, sagt Resi Schröder. Auch sie wünscht sich mehr Fachärzte vor Ort.

Andreas Mutsch (74) genießt die „Ruhe und die vielen Möglichkeiten in Barßel“. 2002 war er aus dem Schwarzwald nach Barßel gezogen. Auch das Einkaufsangebot vor Ort schätze er. Ausbaufähig seien dagegen die Busverbindungen nach Oldenburg, Friesoythe und Bad Zwischenahn.

Druckampel notwendig

Für die Belange der Einwohner mit Handycap setzt sich Günter Reichmann ein. Der 78-jährige Barßeler ärgert sich über unberechtigt parkende Autos auf den örtlichen Parkplätzen. Behindertenparkplätze seien regelmäßig, teilweise auch durch Fahrräder, zugeparkt. „Dabei haben wir ausreichend Parkplätze hier im Ort. Da muss man keinen Behindertenparkplatz nehmen“, sagt er.

Kritisch bewertet er auch die Verkehrssituation im Bereich des Überganges vor dem Restaurant „Weißes Roß“. „Das Problem ist, dass Lkws mit Anhänger vom Hafen kommend viel zu schnell in den Ort fahren“, sagt der 78-Jährige. Kinder und Gehbehinderte seien beim Überqueren der Straße gleichermaßen gefährdet. „Da muss eine Druckampel hin.“

Helga Deters (77) ist in der Gemeinde Barßel geboren. Die Rentnerin wohnt mit ihrer Familie in Barßelermoor. „Man wohnt hier sehr schön. Barßel ist ein Ort für Jung und Alt“, sagt die 77-Jährige. Kritik übt sie am öffentlichen Personennahverkehr. „Man kommt nie nach Bad Zwischenahn.“ Hier müsse etwas getan werden. Sie wünsche sich auch mehr Freizeitangebote für Jugendliche. „Auch eine weiterführende Schule mit gymnasialen Zweig fehlt in Barßel“, sagt sie . „Dadurch würde Barßel attraktiver werden.“

„Telefonisch und funktechnisch ist die Region unterversorgt“, ärgert sich Wolfgang Hartmann (56) aus Harkebrügge. Der Empfang für Mobiltelefone sei im Ortsteil Harkebrügge schlecht.

Melanie Jepsen Varel / Redaktion Friesland
Rufen Sie mich an:
04451 9988 2504
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.