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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Ägypten: „Lieber heute als morgen abreisen“

04.02.2011

RAMSLOH „Es geht uns gut, gestern haben wir zum ersten Mal einen Ausflug nach Hurghada unternommen“, berichtet Alexander Malke am Telefon. Der Ramsloher macht derzeit mit seiner Frau Lilia Urlaub in dem ägyptischen Badeort Makadi Bay, einer ausschließlich für den Tourismus angelegten Kleinstadt etwa 50 Kilometer südlich von Hurghada (die NWZ  berichtete).

Bisher haben die Saterländer vom Aufstand der Menschen im Land in ihrem Hoteldorf an der ägyptischen Sonnenküste nur wenig mitbekommen. „Bei den Einheimischen in und außerhalb vom Hotel herrscht eine angespannte Stimmung vor“, berichtet Lilia Malke.

Von Tag zu Tag werden mehr Sonnenliegen am Hotelpool und am Strand frei, weil angesichts der Lage viele Touristen der Region den Rücken kehren, haben die Ramsloher beobachtet. Im Hotel der Urlauber wurde bereits eines der beiden Restaurants geschlossen und auch die Auswahl am Büfett wurde stark eingeschränkt. Rings um das Hotel patrouillieren inzwischen Polizisten.

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Enttäuscht sind die beiden von ihrer Hotelleitung und vom Reiseveranstalter, der sie über die aktuelle Situation im Land und vor Ort bisher im Unklaren lässt. „Außer einem Begrüßungscocktail gab es nichts“, berichtet Lilia Malke. So sind die beiden Urlauber auf die Berichte im Deutschen Fernsehen angewiesen, das sie auf ihrem Hotel-Fernseher empfangen – und auf eigene Beobachtungen, wie zum Beispiel am Donnerstag. „Wir sind mit einem Ehepaar aus Wilhelmshaven mit dem Bus nach Hurghada gefahren, da war die Stimmung schon viel angespannter als hier“, sagt Alexander Malke. Vor den Banken und anderen wichtigen Einrichtungen der Stadt beobachteten die Saterländer grimmig dreinblickende Sicherheitskräfte. Polizisten kontrollierten auf den Straßen Fahrzeuge von Einheimischen auf Waffen und Bomben. Außerdem sahen die Malkes Ägypter mit Protestplakaten in den Händen.

„Hinterher waren wir wieder froh, in unserem Hotel in Makadi Bay zu sein“, berichtet Lilia Malke. Abends herrsche im Ort eine geradezu gespenstige Atmosphäre. Dort, wo noch vor wenigen Wochen aus den Kellern der Hotels laute Disco-Musik erschallte, ist inzwischen Ruhe eingekehrt. „Viele Ägypter wissen einfach nicht, wie es weiter geht. Was passiert, wenn die Touristen weg bleiben“, fragt sich Alexander Malke.

Angesichts der drückenden Atmosphäre würden die beiden Touristen lieber heute als morgen abreisen. „Auch wenn es für uns Touristen unangenehm ist, habe ich Verständnis für den Protest vieler Ägypter. Sie kämpfen für Freiheit und bessere Lebensbedingungen“, sagt Lilia Malke.

Thomas Neunaber Barßel/Saterland / Redaktion Münsterland
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