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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Lob fürs Trinkwasser – Sorge ums Grundwasser

20.03.2015

Cloppenburg Nichts wurde ausgelassen beim „Brennpunkt Regionalentwicklung“ in Stapelfeld: Trinkwasser, Oberflächenwasser in Flüssen, Seen und Talsperren, Grundwasser und Mineralwasser. Die Referenten waren sich einig: Das Trinkwasser sei mindestens so gut wie das Mineralwasser, das sich Martin Windhaus von der Friesoyther Wasseracht, Michael Klaus vom NLWKN Cloppenburg, Egon Harms vom OOWV, Eckhard Pieper von der Landwirtschaftskammer und Ansgar Meyer, neuer Amtsleiter beim Landkreis Cloppenburg, auf dem Podium gönnten.

Michael Klaus bezeichnete das Oberflächenwasser als „mäßig bis unbefriedigend“. Strukturen müssten verbessert werden, die stoffliche Belastung sei zu reduzieren.

Die Nitratbelastung des Grundwassers und die Verantwortung der Landwirtschaft bildeten den Kern der weiteren Aussagen. Wegen der Sandböden im Kreis Cloppenburg habe sich „die Landwirtschaft auf die Hinterbeine gestellt“, meinte Eckhard Pieper. Veredelung mit ständigem Zuwachs bei Eiern und Fleisch war die Folge „kreativer Bauern“. Wer heute 2000 Euro oder mehr pro Hektar Pacht zahlen müsse, „für den ist eine Beregnung der Felder kein Problem“.

Egon Harms sieht diesen erhöhten Wasserbedarf. Unter abgeernteten Maisfeldern sei umgerechnet ein Nitratwert von 83 mg/l zu finden. Zusätzlich hätten die vielen Biogasanlagen rund um Friesoythe das Problem noch verschärft. Dabei fehlten in Thülsfelde Lehme und Tone in den Sandschichten, „deshalb sind die Stoffe schneller im Grundwasser“. In der Diskussion wurde aber auch deutlich, dass die Wasserentnahme und damit die Grundwassersenkung selbst Ursache der Nitratbildung sein könne.

Ansgar Meyer zeigte auf, dass die Wasserentnahmerechte mit 38 Mio. Kubikmeter nur zu etwa zwei Drittel ausgeschöpft seien. Eine Herausforderung seien die jetzt wieder steigenden Nitratwerte. Das sei zu lösen, meinte Eckhard Pieper. Dem Grundwasser sei es egal, ob Dünger oder Gülle aufgebracht werde. Die anfallende Gülle sei eher ein Verbringungsproblem. „Wer die vielen Lkw auf den Straßen mit den großen Güllefässern sieht, sieht auch die Lösung.“ Das allerdings brachte Ansgar Meyer zur deutlichen Aufforderung, die Verbringung intensiver zu überwachen. Da sei die Landwirtschaftskammer gefordert.

Der Kammervertreter reagierte nicht auf diese Aufforderung, aber Heinz Janßen, der CDU-Vorsitzende in Emstek: „Es kann doch nicht sein, dass sich die Landesregierung aus dieser Problematik mit Datenschutzgründen herausredet. Jede Krankenkasse meldet auch das Krankengeld ans Finanzamt.“

„Wir können es uns nicht leisten, uns selbst den Hahn abzudrehen“. Dem Schlusswort von Egon Harms mochten dann wieder alle zustimmen.

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