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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Konzept Für Anwesen In Löningen: Hier soll ein neuer Generationen-Park entstehen

26.03.2018

Löningen Gerd Hoppe hatte einen Traum, nein, eher eine Vision, denn etwas konkreter ist es schon: Der 60-Jährige aus Essen will einen Generationen-Park aufbauen, in dem Menschen mit bürgerschaftlichem Engagement zusammen wohnen, sich gegenseitig unterstützen und zusammen leben – so, wie es früher war, als die Dörfer noch funktionierten.

30, 50 oder auch mehr Häuser zu rund 80 Quadratmeter will er bauen lassen, in denen Paare oder Einzelpersonen selbstbestimmt leben können, gleichzeitig aber ein Netzwerk von Gleichgesinnten im Rücken haben. Und dafür braucht er ein Grundstück. Und hier kommt Peter Friedhoff ins Spiel. Friedhoff hat ein wunderbares Anwesen im Löninger Ortsteil Huckelrieden. Dort haben er und seine Familie Landwirtschaft und Ferienhäuser betrieben und Seminare abgehalten. Unter anderem hatte Friedhoffs Vater dort über Jahre den „Liberalen Spargelkönig des Oldenburger Münsterlands“ krönen lassen, und die Polit-Prominenz gab sich dort über Jahre ein gesellig-amüsantes Stelldichein.

Mit alldem ist es vorbei, und jetzt arbeiten Hoppe und Friedhoff (48) am Generationen Park. Als Zielgruppe angesprochen sind mit dem Wohnprojekt Menschen in der Altersgruppe zwischen etwa 40 bis etwa 70 Jahren, die großen Wert auf Unabhängigkeit in der späteren dritten Lebensphase legen und sich frühzeitig mit alternativen Wohnformen im Alter beschäftigt haben. Die Zielgruppe ist finanziell gefestigt und will in ländlicher Umgebung altersgerechtes Wohneigentum erwerben, heißt es in der Projektbeschreibung. Hoppe, Mitautorin Dr. Bärbel Buchmann (Löningen) und Friedhoff gehen davon aus, dass sich die Gruppe der potenziellen Käufer aus Rückkehrern, Stadtflüchtern und Ortsansässigen zusammensetzt.

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Okay, aber im Alter will man es doch nicht nur kuschelig und warm sondern auch Abwechslung haben? Und wie soll man zum Arzt, zum Einkaufen oder in den Krug kommen – von Huckelrieden aus? Hoppe und Friedhoff haben eine Antwort: Auf dem Gelände wird es ein Gemeinschaftshaus und viele Treffpunkte geben, im Gemeinschaftshaus sind ein Café-Bistro und ein Tante-Emma-Laden integriert, Carsharing ist angedacht, und eine Wohn-Pflegeeinrichtung gilt als tragende Säule. Hier hilft man sich, und sollten intensivere Pflegemaßnahmen notwendig sein, werden hauptamtliche Pflegekräfte und Dienstleister hinzugezogen. Geht der individuelle Bedarf über die Angebote einer häuslichen Pflege hinaus, kann dies in der Wohn-Pflegeeinrichtung aufgefangen werden. Sie soll auch den Menschen aus dem nachbarschaftlichen Umfeld zur Verfügung stehen.

„Ich denke auch an einen Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin in unserem kleinen Dorf. Diese Person kümmert sich um alles mögliche. Hinzu kommt noch ein Hausmeister, der gärtnert und kleine handwerkliche Arbeiten verrichtet“, sagt Hoppe. Die Kräfte werden angestellt, die Kosten auf die Gemeinschaft umgelegt.

Und überhaupt, wie soll das alles finanziert werden? Hoppe und Friedhoff sehen da kein Problem. Die Grundstücke gibt es auf Erbpacht-Basis, die Häuser, die allesamt in einem Stil (Fachwerk) und dennoch individuell gebaut werden sollen, dürften bezahlbar bleiben. Über Summen könne man aber noch nichts Konkretes sagen.

„Das Wohnprojekt soll keine Enklave oder eine Sonderwohnform eines Dorfs in einer dörflichen Umgebung sein. Vielmehr sieht das Konzept ausdrücklich vor, die Einwohner Huckelriedens und die bestehenden Dorfstrukturen mit einzubeziehen. Der regelmäßige Kontakt und Austausch untereinander wird ausdrücklich gewünscht“, heißt es in der Projektbeschreibung weiter. Durch gemeinsame Aktionen werden Nachbarschaftsstrukturen stabilisiert und weiterentwickelt. Dieses Leben innerhalb der Gemeinschaft ermöglicht die Schaffung tragfähiger sozialer Netzwerke, die den Raum geben für neue Formen der Selbst- und Nachbarschaftshilfe. So können unter anderem Modelle der Kinderbetreuung, Einkaufsunterstützung, Fahr-, Putz- und Gartendienste, sowie Kultur-, Sport- und Bildungsangebote geschaffen werden, so die Überlegungen.

So weit, so gut, aber die Stadt Löningen muss auch noch ihren Teil tun. Der Flächennutzungsplan muss geändert werden, und ein Bebauungsplan – Sondergebiet für das ländliche Wohnen und Leben im Alter - muss her. Eine Alternative wäre ein vorhabenbezogener Bebauungsplan.

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Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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