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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Börse: Preisverfall bei Schlachtschweinen gestoppt

25.07.2019

Löningen Seit Anfang Juni hatte der Preis für Schlachtschweine nur eine Richtung gekannt: nach unten. Elf Cent pro Kilogramm Minus in sechs Wochen konnten eigentlich anhand der Marktgesetze nicht begründet werden. Am Mittwoch gab es zwar kein Plus und das Zurück zu guten Erlösen, aber immerhin gab es mit erneut 1,74 Euro/kg einen Stopp der Abwärtsentwicklung.

Vom Westen bis zum Osten in Löningen, von Düenkamp bis nach Meerdorf, vom Schweinemäster Carsten Fleming über die Viehvermarktung Löningen und den Viehhändler Jürgen Wendt aus Benstrup bis zum Mäster, Züchter und Funktionär Hermann Möller waren sich auch vorher alle einig gewesen: Nach Wochen des Preisverfalls bleiben die Preise für Schweinefleisch stabil.

Sie alle schauten wie an jedem Mittwoch um 14 Uhr auf ihr Smartphone. Dann wird der Schlachtschweinepreis für die kommende Woche (25. Juli bis 1. August) bekannt gegeben. Zuständig dafür ist der Vorstand der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG), dem Bauern aus Ostfriesland (Arno Freesemann, Aurich), der Grafschaft (Dietmar Woltmann, Quendorf) und aus dem Emsland (Norbert Hüsing, Lingen) angehören, aber keiner aus den Kreisen Cloppenburg, Vechta, Osnabrück, Borken oder Coesfeld. Dabei kommen im Kreis Cloppenburg jährlich mehr als zehn Millionen Schweine an den Haken – so viele wie sonst nirgends.

Gestern nun wurde Schweinefleisch von der VEZG mit 1,74 Euro/kg notiert. Vor gut einen Monat waren es 1,85 Euro/kg. Damit lässt sich wirtschaften, sagen die Bauern. Auch wenn ein Höchstpreis von 64 Euro für ein Ferkel/25 kg bezahlt werden musste – doppelt so viel als im letzten Herbst.

Jetzt werden die Ferkel mit 56 Euro gehandelt. Somit hat sich bei den Mästern, die jetzt 10 Euro weniger pro Schwein erhalten, die Ertragsseite fast nicht verändert.

Carsten Fleming mästet um die 5000 Schweine in Düenkamp und liefert sie an den Viehhändler Wendt in Benstrup. Er rechnet mit baldigen Nachfrageimpulsen. „Wenn an diesem Wochenende 30 Grad sind, dann wird wieder gegrillt.“ Das reiche aber noch nicht. Wendt, der sich mit neuesten Entwicklungen bei der Bioenergie beschäftigt und Nährstoffe als Dünger „transportwürdig“ machen will, sieht eine Tendenz zu alten Preisen – „aber im Moment noch nicht“.

Das war gestern ein „harter Kampf“ an der Schweinefleisch-Börse, wie Insider berichten. Ein Schlachtriese habe gar einen Preis unter 1,70 Euro als Notierung haben wollen. Der Absatz sei geringer geworden. Andere erwarteten Stabilität bei 1,74 Euro.

Hermann Möller mästet nicht nur in Meerdorf Schweine, er ist auch Züchter und Vorstandsvorsitzender der Erzeugergemeinschaft Hümmling mit Sitz in Lorup. „Der Preis ist auch zu 50 Prozent Psychologie“, meint er. Der Schweinefleisch-Verbrauch gehe zurück, junge Leute und viele Zugezogene bevorzugten Geflügel und Rind. Da helfe auch der steigende Export nach China dem Schweinepreis nicht auf die Beine.

Der Strukturwandel sei zu betrachten. Erneut sei die Zahl der Betriebe um zehn Prozent zurückgegangen. Aber dann müssten die Preise ja weiter steigen? Möller sieht es anders. Der Preisanstieg von 1,36 Euro/kg – im Herbst und im Winter über 17 Wochen notiert – auf 1,85 Euro/kg Anfang Juni sei auf das knappe Angebot zurückzuführen. Für weiter steigende Preise müsse der Verbrauch steigen, aber „im Mai war es zu kalt zum Grillen, im Juni lange zu heiß“.

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