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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Briefträger kommt jetzt lautlos

24.08.2019

Löningen Bis 2025 möchte die Deutsche Post die eigene Zustellung zu 70 Prozent mit sauberen und emissionsfreien Zustell- und Abholkonzepten erledigen, um einen positiven Beitrag zur lokalen Luftqualität zu leisten. In Löningen stellte das Unternehmen nun die ersten zehn der mit der StreetScooter GmbH entwickelten Street-Scooter vor. Die Elektro-Zustellfahrzeuge sind für den Einsatz am Standort Löningen vorgesehen. Zwei weitere werden in Kürze ausgeliefert. „Es ist ein Warnsignal an die Automobilindustrie, dass die Post eigene Elektroautos entwickeln und bauen kann, was die Autoindustrie abgelehnt hatte“, kritisierte dabei die Bundestagsabgeordnete Silvia Breher (CDU).

„Wir wollen Verantwortung für die Umwelt übernehmen und in den Städten die Luftqualität nicht belasten. Deshalb haben wir die Automobilhersteller angesprochen, für uns Elektrofahrzeuge zu entwickeln. Dazu sah sich die Industrie nicht in der Lage. Da haben wir es zusammen mit der StreetScooter GmbH, inzwischen eine Tochter der Post, selbst gemacht. Jetzt sind wir Pioniere“, erläuterte Niederlassungsleiter Ingo Kutsch aus Münster. „Unsere Mitarbeiter sind bei Wind und Wetter sechs Tage die Woche unterwegs. Wir geben mit unseren Autos eine Antwort auf die Dieselproblematik in den Städten.“

Der Street-Scooter hat eine Motorleistung von 48 kW und eine Reichweite von rund 130 Kilometern, wie der Löninger Teamleiter Werner Diekmann informierte. Die Touren in Löningen seien etwa 50 Kilometer lang. Das Fahrzeug schafft 85 km/h, ist 4,71 Meter lang, 2,09 Meter breit und 2,04 Meter hoch. Die Gesamtzuladung beträgt 720 Kilogramm. Die Ladedauer – jedes Fahrzeug in Löningen hat eine festgelegte Ladesäule – beträgt 4,5 bis 7 Stunden. „Im Winter ist das Fahrzeug um 9 Uhr startbereit, warm, von Eis und Schnee befreit“, so Diekmann. Die Version Street-Work L Box kann 905 Kilogramm Gesamtzuladung aufnehmen und hat eine größere Reichweite. Die Einsparungen betragen pro Jahr und Wagen drei beziehungsweise vier Tonnen CO2 und 1100 beziehungsweise 1500 Liter Diesel.

„Als Kommune begrüßen wir, dass in Löningen E-Autos zum Einsatz kommen. Wir wollen die Luft besser machen. Das können wir aber nicht allein, dazu brauchen wir Partner. Das Engagement der Post verdient Wertschätzung“, so Bürgermeister Marcus Willen. Auch der Leitende Kreisdirektor Ludger Frische lobte die Post, die beim Klimaschutzkonzept des Landkreises ein guter Partner sei.

In Löningen und Umgebung versorgt die Post mit 21 Mitarbeitern 6500 Haushalte, die auf 143 Quadratkilometer verteilt sind. Die Paketlieferungen nehmen kontinuierlich zu, während bei der Zahl der Briefsendungen ein leichte Abnahme registriert wird.

Die Kunden seien äußerst interessiert, wenn die Briefzustellung nun lautlos erfolge. Sie erkundigen sich nach technischen Details und Fahrverhalten. „Ein Junge wollte unbedingt probesitzen und einmal mitfahren. Das habe ich dann gemacht“, freut sich Werner Diekmann, der auch zugibt, dass es unter den Kollegen zuerst Bedenken gab. „Jetzt sind alle begeistert“, lobt Diekmann, da man merke, dass bei der Entwicklung der Fahrzeuge auch Praktiker aus dem täglichen Zustellbetrieb involviert gewesen seien.

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