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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Erster Streik bei Graepel in 71 Jahren

25.09.2019

Löningen Bei Graepel und der Friedrich Graepel AG in Löningen hat es am Dienstag einen Warnstreik gegeben. Es ist nach Angaben der IG Metall der erste Streik in 71 Jahren Firmengeschichte.

Der Warnstreik sei „durch die Blockadehaltung des Vorstands und der Geschäftsleitung unvermeidlich geworden. Entgegen den Absprachen aus dem Jahr 2018 weigerten sich die Unternehmensvertreter, die Verhandlungsverpflichtung umzusetzen“, sagt die IG Metall. Der Vorstand der Friedrich Graepel AG und die Geschäftsführung der Graepel GmbH & Co. KG haben dagegen ihr Unverständnis geäußert.

Trotz diverser Kompromissangebote habe in den Verhandlungen kein Ergebnis erzielt werden können, so die IG Metall. Die Geschäftsleitung beharre darauf, trotz eines ordentlichen Geschäftsjahres in diesem Jahr vorsorglich den Tarifabschluss nicht zu übernehmen, da das kommende Jahr absehbar schlechter werden würde.

Für die Arbeitnehmer sei es nicht annehmbar, wenn sie ein Jahr vor einem möglicherweise schlechteren Jahr mit dem Verzicht beginnen sollen, sagt die IG Metall weiter: „Wir wollen einen tragfähigen Kompromiss, kein Diktat der Unternehmens- und Geschäftsleitung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens erwarten eine faire Tariferhöhung für ihre erbrachten Leistungen.“

Der Vorstand der Friedrich Graepel AG und die Geschäftsführung von Graepel Löningen betonen dagegen, dass man seit Jahrzehnten treuer Tarifpartner der IG Metall sei. Voller Tariflohn mit regelmäßigen Erhöhungen, die sich allein in den vergangenen zehn Jahren auf mehr als 30 Prozent summieren, eine 35-Stunden-Woche, 30 Urlaubstage und viele freiwillige Zusatzleistungen trügen zur anerkannt hohen Attraktivität als Arbeitgeber bei. Die aktuellen Forderungen der IG Metall würden nicht nur von Graepel, sondern größtenteils sowohl regional als auch deutschlandweit als überzogen bewertet.

Nachdem bereits im vergangenen Jahr eine Lohnerhöhung von 4,3 Prozent verhandelt und umgesetzt wurde, sei die weitergehende Forderung nach mehr als drei Prozent tariflichem Zusatzgeld oder acht zusätzlichen freien Tagen bei den derzeitigen negativen Konjunkturaussichten nicht zu finanzieren, sagt Graepel: „Eine Umsetzung der Forderungen würde die Existenz und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gefährden.“

Ein Alternativvorschlag der Unternehmerseite, der den Mitarbeitern und -innen eine zusätzliche, vom Ergebnis abhängige Vergütung zusichert, sei von den Mitgliedern der IG Metall als nicht verhandelbar abgelehnt worden.

Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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