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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Vereine: Männer werben lange um Frauen

20.03.2014

Markhausen Die Emanzipation der Damenwelt sei in Markhausen doch eher dürftig gewesen, erinnerte sich Brudermeister Günter Willenborg, der zurzeit auch als König das Schützenreich an der Marka regiert, beim Kompanieball im Dorfgemeinschaftshaus an die Frauenbewegung in der III. Kompanie der Bruderschaft Markhausen zurück. Die Frauenschießgruppe der III. Kompanie der St. Johannes Schützenbruderschaft feierte im Rahmen des Balls nämlich ihr 25-jähriges Bestehen.

Es sei damals eher eine Männerbewegung gewesen, so Willenborg. Die Herren seien es gewesen, die die Frauen gelockt hätten, als Schützinnen in der Bruderschaft mitzumachen. Trotz der Offerten der Männer habe sich die „holde Weiblichkeit“ lange geziert, wie die Geschichtsdaten zeigen: Die St. Johannes Schützenbruderschaft Markhausen sei 1962 von Männern gegründet worden. Relativ schnell hätten die Markhäuser Schützen begriffen, dass ihnen etwas fehle und der Bibelspruch „Es ist nicht gut, dass der Mensch alleine ist“ seine Berechtigung habe. Deshalb sei schon 15 Jahre nach der Gründung von den Männern eine Satzungsänderung beschlossen worden, die Frauen den Weg in die Bruderschaft öffnete: Sie konnten ab 1977 Mitglied in der Schützenbruderschaft werden, betonte Willenborg.

Doch die Damenwelt habe sich noch zwölf Jahre geziert, sich als Schützinnen der Bruderschaft anzuschließen. Fünf charmante und mutige Frauen hätten sich dann zusammengetan und seien gemeinsam am 1. Januar 1989 in die III. Kompanie und damit in die Bruderschaft eingetreten: Irmgard Greten, Sabine Bley, Helga Hayfield, Sabine Koop und Anna Thoben hätten den Bann gebrochen und das Tor zur Schützenbruderschaft für die Geschlechtsgenossinnen weit aufgestoßen.

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Viele Frauen seien dem Beispiel schnell gefolgt, so dass die Geschichte der III. Kompanie von da an ohne Schützinnen nicht mehr vorstellbar sei, so der Brudermeister und König. „Wir Männer sind froh, die Frauen an unserer Seite zu haben und wollen sie nie wieder missen“, schmeichelte Willenborg den Frauen unter lang anhaltendem Beifall.

Der damalige Schießmeister Gerd Thoben habe es in extra Übungsabenden verstanden, den Frauen die Freude am Schießsport zu vermitteln. Die ersten Akzente setzten dann die Mädchen. Die erste Kinderkönigin kam 1999 mit Marina Norrenbrock aus der III. Kompanie, drei Jahre später folgte Tanja Thoben. Dies war für die Frauen Anlass, von nun an regelmäßig monatlich das Schießen zu üben und an allen internen Schießveranstaltungen innerhalb der Bruderschaft teilzunehmen. 2004 hätten sich die Frauen komplett emanzipiert und seien beim Schützenfest in schmucken Uniformen und mit zackigem Schritt mit den Männern mitmarschiert.

Doch bevor es dazu kam, sei der damalige Frauenschießleiter Manfred Suter mehrmals mit den Frauen in den Kaufwald gefahren und habe mit ihnen dort fernab jeder Öffentlichkeit das Marschieren geübt, wusste Willenborg zu erzählen. Das 25-jährige Bestehen der Damengruppe in der III. Kompanie war Anlass, alle Frauen der Kompanie mit einer speziellen Anstecknadel und einer eigens dafür kreierten Plakette auszuzeichnen. Die Leiterinnen der Frauenschießgruppe Tanja Thoben und Jutta Willenborg überreichten die Auszeichnungen mit einem süßen Präsent. Brudermeister und König Günter Willenborg gratulierte im Namen des Vereins und der Kompanie und erinnerte daran, dass die fünf Gründungsfrauen schon auf Vereinsebene mit einer Nadel für 25-jährige Vereinstreue geehrt worden seien. Nach den Ehrungen wurde bei flotten Rhythmen gefeiert und getanzt.

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