• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Gesundheit: Marienhospital beliebt wie nie

08.01.2016

Friesoythe Fast zwölf Prozent mehr Patienten, eine Umsatzsteigerung von über einer Million Euro auf knapp über 21 Millionen Euro, die wichtigsten Baumaßnahmen so gut wie abgeschlossen, zudem eine ausgeglichene Bilanz. In Zeiten, in denen es einem Großteil der Krankenhäuser in Niedersachsen alles andere als gut geht, schaut der Geschäftsführer des Friesoyther Marienhospitals, Bernd Wessels, zufrieden auf das vergangene Jahr zurück und optimistisch auf neue Jahr.

Hohe Wertschätzung

„Die Inanspruchnahme von Leistungen unseres Krankenhauses durch die Bürger ist das stärkste Ergebnis aller Zeiten“, freute sich Wessels im NWZ -Gespräch. Es seien deutlich mehr Menschen ins Friesoyther Hospital gekommen, als je zuvor. Konkret heißt das: Wurden 2014 noch 5900 Fälle behandelt, so waren es im vergangene Jahr 6600. „Das ist ein tolles Ergebnis. Das zeigt uns spürbar, dass wir in der Bevölkerung angekommen sind.“ Denn die Zahlen seien gestiegen, obwohl man das Angebot nicht sehr erweitert habe. Das sei ein Vertrauensbeweis der Bürger, der „mit Geld nicht zu bezahlen ist“.

Ohnehin erfahre das Marienhospital eine hohe Wertschätzung – etwa durch den neu gegründeten Förderverein, die Aktion Friedensbett oder auch durch den Bau eines Pavillons. „Es ist ein Segen, dass es Leute gibt, die uns etwas geben möchten. Das wäre vor zehn Jahren noch undenkbar gewesen. Darauf können wir wirklich stolz sein“, sagte Wessels.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Der Krankenhausgeschäftsführer hat aber auch eine Erklärung für die positive Wahrnehmung: „Bei uns ist eine hochwertige Versorgung möglich. Service, Umfeld, Struktur – alles ist besser geworden. Es gab auch keine Arztwechsel, die für Unruhe hätten sorgen können.“ Und schließlich das Wichtigste: „Alle Mitarbeiter machen einfach gute Arbeit.“

Wessels selbst habe größten Respekt vor den rund 540 Mitarbeitern des Marienstiftes, zu dem neben dem Krankenhaus auch das Elisabethhaus und die Sozialstation gehören. Dennoch musste er aus betriebswirtschaftlicher Sicht im August bei der zuständigen Regionalkommission einen Antrag auf Reduzierung des Weihnachtsgeldes sowie die Verschiebung der Tariferhöhung beantragen. „Allein für die umfangreichen Baumaßnahmen waren Einbußen zu befürchten. Ich brauchte einfach einen doppelten Boden“, sagte Wessels. Er sei aber sehr froh und die Mitarbeiter überrascht gewesen, als er den Antrag wegen günstiger Prognosen wieder zurückziehen konnte.

Es wurde geschafft, das Jahr 2015 mit einer schwarzen Null abzuschließen. „Das lässt mich mit Zufriedenheit zurückblicken.“ Aber: „Mit einer schwarzen Null kann man nicht arbeiten, kann man nicht investieren.“ Und Investitionen seien zwingend notwendig, um den Qualitätsstandard zu halten und auszubauen.

Derzeit würden Fachverbände und Ausschüsse intensiv darüber beraten, wie künftige Standards zu definieren seien. Wessels: „Wir wissen im Moment überhaupt nicht, was auf uns zukommen wird.“ Er sehe sein Haus in Sachen Qualität zwar sehr gut aufgestellt, aber die Ungewissheit, was künftig verlangt werde, bereite ihm Sorge. Gute Qualität sei nur durch Investitionen und gutes Personal zu erreichen. Zwar ist das Land verpflichtet, für Investitionen ihrer Krankenhäuser aufzukommen, „sie machen es aber nicht“, so Wessels.

Neues Schlaflabor

Also müsse das Friesoyther Hospital Investitionsgelder selber erwirtschaften, sagte der Geschäftsführer. Etwa für die Sanierung der Ambulanz. Hier stehen in diesem Jahr unter anderem die Erneuerung des Fußbodens und die Schaffung von weiteren Behandlungsräumen an. Bezahlt aus Eigenmitteln. Außerdem wird im ehemaligen Schwesternwohnheim, dem Hochhaus neben dem Krankenhaus, ein Schlaflabor eingerichtet. Vier Plätze wird es dort ab dem 1. Februar geben. Betreut wird das Schlaflabor von Medizinern des HNO-Zentrums Oldenburger Münsterland. Im Sommer sollen zudem die Bauarbeiten für das neue Gesundheitszentrum an der St.-Marienstraße beginnen. Dort sollen unter anderem eine Tagespflege und ein Sanitätshaus untergebracht werden.

Für die anstehenden Herausforderungen sieht sich Bernd Wessels gut gerüstet: „Wir bieten gute Medizin und gute Pflege in einem tollen Ambiente. Deshalb ist auch für 2016 eine Leistungssteigerung zu erwarten.“

Umfrage
Machen Sie mit beim großen Landkreis Cloppenburg-Check. Was gefällt Ihnen besonders in Ihrer Gemeinde/Stadt und wo sehen Sie noch Verbesserungspotential?

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
Rufen Sie mich an:
04491 9988 2900
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.
DIE WIRTSCHAFT

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.