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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Karriere: Mit dem Kochlöffel um die Welt

21.11.2012

Augustendorf /Kapstadt „Wenn ich am Meer entlang zu mir nach Hause fahre und noch kurz im Supermarkt Strom für die nächste Woche kaufe, merke ich erst, wie weit weg ich doch bin“, sagt Lars Schöning. In Südafrika kauft man Strom-Gutscheine im Geschäft, Zuhause wird der Code in den Stromzähler eingegeben. Andere Länder, andere Sitten. Am 26. Juli dieses Jahres ist der junge Koch auf eine Reise um die Welt aufgebrochen, um neue Erfahrungen für seinen Beruf zu sammeln.

Sein erstes Ziel: Kapstadt, mit weit mehr als drei Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Südafrikas. Wenn der 22-jährige Augustendorfer aus dem Fenster seiner Wohnung schaut, fällt sein Blick genau auf den riesigen weißen Tafelberg, der die Silhouette der südafrikanischen Stadt prägt. Hier fühlt sich Lars Schöning schon richtig wohl. Obwohl außer dem VW-Käfer aus den 50er Jahren, „der wohl in Deutschland schon 1980 nicht mehr durch den TÜV gekommen wäre“, wie er sagt, nichts an die weit entfernte Heimat erinnert, könne er die Zeit dort in vollen Zügen genießen, sagt Schöning.

Das Restaurant, für das der Jungkoch nun ein Jahr arbeiten wird, serviert gehobene französische Küche mit afrikanischen Einflüssen. Das heißt für Lars Schöning: viel Neues lernen.

So erfährt der Koch, dass Fleisch die Hauptzutat jeder Mahlzeit ist und dass die Kartoffel eher als Gemüse gilt und nicht wie hier als Sättigungsbeilage. Doch im Allgemeinen seien die Arbeitsabläufe genau wie in Deutschland, erläutert der junge Mann. „Eine Karotte wird auch auf der anderen Seite der Welt nicht anders geschält.“

Den größten Unterschied bemerkt der Norddeutsche im Arbeitsklima und in der Einstellung seiner Kollegen: Die Mitarbeiter seinen im Vergleich zu Europa sehr viel entspannter. Den aus Deutschland gewohnten rauen Ton in der Küche findet Schöning hier nicht. Grund dafür sei die Hitze, beschreibt er. „Es ist in Südafrika viel zu warm, um auch noch den ganzen Tag gestresst zu sein.“ Allerdings hieße das nicht, dass nachlässig gearbeitet werde, versichert Schöning sofort.

Wie es in einer Küche zugeht, weiß Lars Schöning schon seit seiner frühen Kindheit. Bereits mit vier Jahren, berichtet der Augustendorfer, habe er das erste Mal hinter einem Herd gestanden. Zusammen mit seiner Oma versuchte er sich an seinem ersten Kuchen. Und da war gewiss schon klar: Kochen ist seine Leidenschaft. Zumal seine Eltern Inhaber des Waldgasthofs Schöning sind. „Mama und Papa haben da gleich ihre Chance auf einen Nachfolger für die Zukunft entdeckt und mich stets darin gefördert, mich in der Küche weiterzubilden“, so Schöning. Frei nach dem Motto „Früh übt sich“ probierte der Jugendliche mehr oder weniger erfolgreich zahlreiche Rezepte aus Büchern, dem Internet oder von seiner Oma aus.

Nach dem bestandenen Abitur am Wirtschaftsgymnasium Friesoythe im Jahre 2009 war sich Schöning sicher: Er möchte mehr über die Küche lernen. Denn „Kochen ist nicht unbedingt ein Talent, das man besitzt. Kochen muss gelernt werden“.

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Mit seinem Ziel vor Augen zog er aus dem Dorf in die Stadt, nach Hamburg, um dort im „Jacobs Restaurant“ eine Ausbildung zu machen. So eine Lehre zum Koch ist nichts für Zartbesaitete. Schöning berichtet, dass es zwar nicht immer einfach gewesen sei, mit den Überstunden und dem rauen Ton in einer Küche umzugehen, doch das habe ihn nicht davon abgehalten, seinen Traum im Januar 2010 zu verwirklichen und die zweieinhalbjährige Ausbildung zum Koch erfolgreich zu beenden.

Nun steht dem jungen Mann nichts im Weg. Zwar ist er noch nicht sicher, wohin ihn sein weiterer Weg durch die Welt führen wird, doch eines steht für den jungen Koch zweifellos fest: Nach seinem Jahr in Kapstadt will er weitere Länder und Kontinente erkunden, bevor er ins beschauliche Augustendorf zurückkehrt, um frischen Wind und neue Ideen in die Küche des Gasthofes zu bringen.

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