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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

MÜNSTERLANDSCHAU: Mit der Wolle wird das Hausdach isoliert

03.09.2005

SCHARRELERDAMM /THüLE SCHARRELERDAMM/THÜLE - Als sich Geerd-Renko Kampen (65) Ende 1999 aus dem Berufsleben als Landwirt zurückzog und die meisten Flächen um seinen Bauernhof in Scharrelerdamm verpachtete, blieben ihm zunächst nur einige restliche Weiden im Hochmoor. „Die müssen beweidet werden,“ sagte sich Geerd-Renko Kampen damals – und erwarb im Emsland eine Herde mit acht Mutterschafen und einem Bock der Rasse Deutsches Weißköpfiges Fleischschaf („Weißköpfe“). Damit war der Grundstock für eine inzwischen kräftig angewachsene Schafherde gelegt.

Gut fünf Jahre später gehören 70 Mutterschafe zur Herde. Die meisten Tiere stammen aus eigener Nachzucht, einige wurden zugekauft. Inzwischen hat sich Kampen mehr und mehr aus der Schafzucht zurückgezogen. Zwar hilft er noch täglich auf dem Hof. Doch Schwiegersohn Armin Bergmann (32) trägt jetzt die Hauptlast. Er hat mit Kampens Tochter Johanne (27), die als Ärztin in Emden tätig ist, einige Jahre in der Stadt Hannover gelebt: „Das Landleben gefällt uns viel besser,“ sagt der gelernte Vermessungstechniker, der als Schulassistent an den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Rostrup (Landkreis Ammerland) arbeitet. Das Ehepaar zog auf den Hof nach Scharrelerdamm.

Gefallen fand Armin Bergmann auch an den Schafen. Inzwischen betreibt er die Schafzucht als „Hobby und Nebenerwerb.“ Neben den „Weißköpfen“ tummeln sich auch Ouessant-Schafe auf der Weide. „Das ist eine Zwergrasse aus der Bretagne, die zäh, unempfindlich und pflegeleicht ist,“ sagt Armin Bergmann. Langsam wächst auch diese Herde und wird von Jahr zu Jahr größer.

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Geerd-Renko Kampen, der einst mit seinen Rindviechern auf Tierschauen viele Preise gewann, beschickt gemeinsam mit seinem Schwiegersohn am Sonnabend die 12. Oldenburger Münsterlandschau in Thüle. Sie sind mit 28 Weißköpfen und sieben Zwergschafen dabei. Andere Schafzüchter stellen andere Rassen aus. Auf der Tierschau in Thüle geht es auch für die Schafzüchter um Preise. Die Tiere werden vorgeführt und von den Richtern bewertet. „Dazu wird die ganze Familie eingespannt,“ sagen Kampen und Bergmann.

Anschließend erwartet der Alltag auf dem Hof in Scharrelerdamm die beiden Züchter. Die Schafe benötigen viel Pflege. „In diesem nassen Sommer wenden wir besonders viel Zeit für die Klauenpflege auf,“ sagt Armin Bergmann. Im Frühjahr, wenn die Lämmer geboren werden, ist der Pflegeaufwand besonders groß. „Dann sind wir sehr wachsam,“ meint Geerd-Renko Kampen.

Und was geschieht mit der vielen Wolle der vielen Schafe? Armin Bergmann weiß, dass auf dem Markt kein Verkaufspreis zu erzielen ist, der die Kosten der Schur deckt. In diesem Jahr hat der Schafzüchter aus Scharrelerdamm einen Abnehmer gefunden, der die Schafwolle als alternatives Dämmmaterial beim Hausbau verwendete. Bergmann verkaufte die Wolle an einen Bauherrn in der Nähe, der sein Hausdach damit isolierte.

Heinz-Josef Laing Friesoythe / Redaktion Münsterland
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