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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Mit Hochdruck gegen Flammen

05.11.2016

Garrel Als sich Josef Hempen, Chef der Böseler Goldschmaus GmbH, an die Phoenix Fire Protect Development wendete, stand es nicht gut um den Brandschutz seines Unternehmens. Die Versicherung hatte den Vertrag gekündigt, eine neue machte eine Sprinkleranlage zur Bedingung. Doch die kam angesichts der Statik des Gebäudes nicht infrage. Die Lösung: die Hochdruck-Vernebelungs-Anlage der Phoenix, die seit 2015 in Garrel ihren Firmensitz hat. Die Demonstrationen in der alten Näherei in Garrel überzeugten.

Auf Einladung des Marketing-Stammtisches des Oldenburger Münsterlandes informierten am Donnerstag die Geschäftsführer beider Unternehmen über die Zusammenarbeit und die jeweilige Geschäftsentwicklung. Goldschmaus-Geschäftsführer Josef Hempen begrüßte die Gäste zunächst und übergab dann das Wort an Dr. Gerald Otto, bei der Goldschmaus für Tierschutz, Forschung und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Der machte deutlich, dass mehr als die Hälfte der Ware ins Ausland exportiert werde.

„Made in Germany“ – auch darauf setzt der Schlachthof, der den beteiligten Landwirten gehört. So stammen fast 80 Prozent der verarbeiteten Schweine aus einem Umkreis von 50 Kilometern. Als Absicherung im Fall von Tierseuchen wird ein Teil aus Ostfriesland und Schleswig geordert. Geschlachtet werden an sechs Tagen in der Woche rund 35 000 Schweine. Mittlerweile wird fast alles vor Ort zerlegt. 320 eigene Mitarbeiter sind auf dem Schlachthof beschäftigt. Rund 300 Millionen Euro im Jahr werden erwirtschaftet.

Im neu gebauten Gebäude gegenüber der Straße bietet ein Lager Platz für 10 000 Kisten. 100 bis 150 Tonnen würden dort am Tag kommissioniert. Untergebracht ist dort auch der Schockfroster, der direkt über die Brücke aus der Zerlegung beliefert wird.

In der Brücke wie im gesamten Gebäudekomplex wird die Brandbekämpfung über die moderne Hochdruckvernebelungsanlage sichergestellt – insgesamt rund 30 000 Quadratmeter. Und damit „die größte Nebellöschanlage der Welt“, versicherte Phoenix-Geschäftsführer Stephan Luker. Das Prinzip: Die feinen Wassertröpfchen vermischen sich mit Sauerstoff und entziehen dem Feuer damit den Sauerstoff. Die Verdunstungskälte kühlt das Feuer ab.

Die Vorteile, die Vertriebsdirektor Thomas Städtler darlegte: Wesentlich weniger Löschwasser muss vorgehalten werden, gerade einmal 26 Kubikmeter, im Brandfall geringere Löschwasserschäden, toxische Gase werden ausgewaschen, die Feuerwehr kann leichter arbeiten.

2009 wurde Phoenix gegründet, die ersten drei Jahre vor allem in Forschung und Entwicklung investiert. Lebensmittelunternehmen, Reifenhändler, Textilunternehmen – das Phoenix-Prinzip hat einige überzeugt. Heute arbeiten acht Mitarbeiter für Phoenix. Ein Umsatz von rund 4,5 Millionen Euro wird erwirtschaftet.

Im Anschluss an die Vorträge konnten sich die Teilnehmer des Marketing-Stammtisches in einem Betriebsrundgang durch die Goldschmaus selbst ein Bild machen.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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