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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Mittlerweile ein echter Böseler

27.10.2012

Bösel Dieter Zemke wurde 1945 in Köslin (Hinterpommern) geboren. Mit vier Jahren kam er mit seiner Mutter Ilse nach Bösel. Sein Vater Willi war bereits dort, da er nach der russischen Kriegsgefangenschaft über die Familie von Kameke nach Kartzfehn gekommen war. In Bösel war der Familienvater zunächst in der Landwirtschaft, später in der Ziegelei Meierkord tätig. Aufgewachsen ist Dieter Zemke in der Bauernschaft Westerloh. Er hat die Schule in Bösel besucht, anschließend war er zwei Jahre auf einer Schule in Oldenburg. Dort absolvierte er eine Lehre zum Radio- und Fernsehtechniker. Später war er als Servicetechniker in einem Geschäft in Cloppenburg tätig.

Es folgten Bundeswehrzeit und die Prüfung zum Meister für Radio- und Fernsehtechnik in Oldenburg. 1969 machte sich Dieter Zemke dann selbstständig. „Zunächst in Nebenräumen bei meinen Eltern, später dann an der Bahnhofstraße“, blickt er zurück. 1975 wurde dann der Neubau des Geschäfts (heute EP Zemke) fertig gestellt. Das Geschäft wird seit kurzem von Sohn André geführt. Obwohl im „Rentenalter“ steht ihm Vater Dieter, soweit es geht, täglich zur Seite. Geheiratet hat Dieter Zemke 1969 Ehefrau Irmgard, geborene Baumann, aus Barßel. Zwei Kinder stammen aus der Ehe: André und Birgit. Die ganze Familie hat in Bösel ihren Heimatverein gefunden. Während André nun das Geschäft führt, ist Tochter Birgit Leiterin im St. Raphael-Kindergarten.

Auch in diversen Ehrenämtern engagierte sich Dieter Zemke im Laufe der Jahre. „Ich übernehme gerne Verantwortung, man kann sich einbringen und kann auch etwas bewegen“, begründet er sein ehrenamtliches Engagement. Dabei will er nicht unbedingt in der ersten Reihe stehen, sondern „mitmachen“. Die Liste seiner Tätigkeiten ist erstaunlich. Er war 1972 Gründungsmitglied des Heimatvereins Bösel. Aus den wenigen Gründungsmitgliedern ist heute ein stattlicher Verein von über 1600 Mitgliedern geworden. Über zwei Jahrzehnte – bis zu diesem Jahr – war Zemke Mitglied im Vorstand für Elektro- und Informationstechnik. Dort war er Fachgruppenleiter für Informationstechnik. Bei der DJK Bösel hat er aktiv Sport in der Montagsgruppe betrieben, spielte Volleyball und ist sogar DJK Ehrenmitglied.

Fast 40 Jahre gehört das Ehepaar Zemke dem Kegelclub „Rollendes Glück“ an, der sich alle 14 Tage zum Kegeln trifft. Einmal im Monat kommt auch der „Klönclub“, dem Zemke angehört, zusammen. Dieser Club ist aus einem weiteren Kegelclub entstanden, dessen Mitgliedern das „Kegeln“ zu lästig wurde. Auch im Bürgerschützenverein ist er Mitglied. Lange Jahre gehörte Zemke außerdem dem Vorstand des Handels- und Gewerbevereins an.

Weiterhin ist Dieter Zemke auch in der Kirche aktiv. „Durch meine Mutter, die Küsterin in der evangelischen Auferstehungsgemeinde war, und durch den Tod meines Vaters ist mein Verbund zur Kirche enger geworden“, sagt er. Seit 2000 gehört er dem Gemeindekirchenrat an. Auch einige Hobbys pflegt Dieter Zemke. Da ist zum einen sein Garten. Zum anderen liest er gerne – Afrika- oder Ostfriesenromane. Und auch die Euro-Musiktage haben es ihm angetan. „Die habe ich dieses Jahr richtig vermisst“, bedauert er. Mit den Euro-Musiktagen verbindet die Familie Zemke ein nettes Erlebnis, das auch in der „Euro-Chronik“ seinen Platz gefunden hat. Am Euro-Freitag 1974 wurde Tochter Birgit geboren. Am Abend trafen sich Dieter und sein Vater Willi im Eurozelt. „Da wurde die Tochter natürlich begossen“, erzählt der Böseler. In der guten Stimmung hatte der frisch gebackene Vater auch einen Spitznamen für seine Tochter bereit: „Europhina“.

Bösel ist für Dieter Zemke und seine Familie Heimat geworden. „Wir fühlen uns hier sehr wohl“, sagen sie. Kinder und Enkelkinder wachsen hier auf. Viele Freundschaften und Kontakte sind entstanden. „Durch die vielen Vereine und durch das Geschäft haben wir viel Kontakt zu den Böselern.“ Und eins findet Dieter Zemke besonders gut – das „Moin“.

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