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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

„Mofa fahren heißt frei sein“

10.02.2011

FRIESOYTHE Wenn man jung ist und auf dem Lande wohnt, bedeutet Mobilität ein kleines Stückchen persönlicher Freiheit. Wer sich mit Freunden treffen oder etwas unternehmen will, der braucht einen fahrbaren Untersatz. Außer es stört ihn nicht, auf Busse oder Eltern angewiesen zu sein. Für junge Leute ist deshalb der Mofaführerschein nach wie vor eine beliebte Option.

„In den Achtzigern hatte hier fast jeder ein Mofa. Gerade im Ländlichen war es wichtig, mobil zu sein. Wobei, der weiteste Weg, den ich mit meiner Mofa mal zurückgelegt habe, war bis nach Garrel. Schnell sind die Dinger ja nicht“, erzählt Willehad Deyen aus seiner Jugend.

Puch war beliebt

Für den 40-jährigen dreht sich auch heute noch im wahrsten Sinne des Wortes alles um Zweiräder. Seine Familie betreibt bereits in der vierten Generation einen Zweiradhandel mit Werkstatt an der Friesoyther Straße in Ellerbrock.

„Ich hatte eine KTM SM 25. Das war schon was. Wobei das Ding eigentlich zu groß und zu langsam war, Spaß gemacht hat es trotzdem“, erinnert sich der Ellerbrocker.

Auch die feinen Unterschiede sind ihm in Erinnerung geblieben. Für die jungen Leute durfte es damals nicht irgendein Mofa sein: „Die Meisten fuhren eine Puch Maxi N, weil man die gut frisieren konnte. Es gab auch die Maxi S, aber die hatte eine Hinterradfederung – das war eher was für Mädchen“, grinst Deyen.

Wichtig seien auch ein Conti-Sattel, dazu Chrombügel um Lampe und Fußsteig gewesen. Das hätten alle gehabt. Überhaupt sei die Mofa-Zeit die beste gewesen. „Man war viel unterwegs, in der Disco oder zu Treffen vor der Kneipe ,Holde’ in Neuvrees“, erinnert sich Deyen, der heute lieber Motorrad fährt.

Auf die Frage, wie sich denn der Klang eines Mofas im Vergleich zu einem ordentlichen Motorrad anhöre, reagiert Deyen amüsiert: „Dafür gibt es kein Wort.“

Bei der Jugend sieht der begeisterte Zweirad-Schrauber aber das klassische Mofa wieder im Kommen. Deyen: „Wir haben lange nur Roller verkauft, jetzt sind auch die klassischen Mofas wieder gefragter, weil die nicht jeder hat.“

Für die meisten der rund 22 Schüler der Heinrich-von-Oytha-Schule in Altenoythe, die gerade bei einer Mofa-AG ihren Führerschein erwerben, ist es zweitrangig, ob klassisches Mofa oder Roller. „Hauptsache mobil und nicht trampeln müssen“, sagt Tobias Lautenschläger (14) aus Friesoythe.

Ausgefallene Wünsche

Wenn die Nachwuchs-Biker Ansprüche an ihre fahrbaren Untersätze stellen, so sind diese zumeist ausgefallener. Die 15-jährige Lara Brinkmann aus Friesoythe wünscht sich ein klassisches Mofa: „Aber pink muss es sein“, sagt sie. Björn Stein (15) aus Schwaneburg hat eine ganze Reihe Verbesserungen an seinem künftigen Mofa-Roller geplant: „In das Helmfach will ich Boxen einbauen. Und einen ,Downhill-Lenker’ will ich auch haben.“

Für AG-Leiter Wilhelm Wewer, den stellvertretenden Schulleiter der Hauptschule, stehen weniger optische als vielmehr Sicherheitsaspekte im Vordergrund. Wewer: „Bei allem Spaß, Mofafahren ist ja nicht ungefährlich, die Sicherheit geht vor. Wenn mal was Schwerwiegendes passieren würde, gäbe es diese AG nicht mehr.“ 20 Jahre bietet der 59-Jährige die Kurse nun schon an. Insofern scheinen seine Warnungen bei den Schülern gefruchtet zu haben.

Tim Gelewski Agentur Hanz / Redaktion Jever
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