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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Italiener Planen Ansiedlung: Noch ein Schlachthof im Kreis Cloppenburg?

29.09.2017

Molbergen /Barßel Bestätigt hat Molbergens Bürgermeister Ludger Möller (CDU) Berichte, nach denen der italienische Fleischwarenriese Bresaole Pini plane, im Kreis Cloppenburg einen Großschlachthof zu bauen. Dabei visiere das Unternehmen auch eine Fläche im Gewerbegebiet der Gemeinde als möglichen Standort an. „Bisher führen wir lose Gespräche. Dabei versuchen wir zunächst, alle offenen Fragen im Zusammenhang mit einer Ansiedlung zu klären. Erst dann treffen wir eine Entscheidung“, so Möller. Das nächste Treffen mit den Italienern stehe in zwei Wochen an.

Würde die Entscheidung zugunsten von Molbergen ausfallen, rechnet der Rathauschef mit 800 bis 900 Arbeitsplätzen, davon 30 bis 40 Prozent feste Kräfte, für einen ersten Aufschlag. „Von unserer Finanz- und Steuerkraft her können wir es uns nicht leisten, ein Unternehmen, das zu den größten seiner Art in Europa zählt, abzulehnen“, so Möller. Bei einer positiven Entscheidung für Molbergen geht er von einer mindestens einjährigen Genehmigungsphase aus.

Hunderte Arbeitsplätze möglich

Neben Bresaole Pini bewirbt sich nach Angaben des Bürgermeisters auch ein führender Logistiker um eine Genehmigung zur Ansiedlung. Auch dieses Unternehmen biete mittelfristig eine Aussicht auf mehrere hundert Arbeitsplätze.

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Ebenfalls wurde bei der Ansiedlung des italienischen Unternehmens als Standort die Gemeinde Barßel vorgeschlagen. „Da wir Gewerbeansiedlungen und der Schaffung neuer Arbeitsplätze vor Ort natürlich grundsätzlich aufgeschlossen gegenüberstehen, haben wir über das Ministerium weitere Informationen angefordert“, sagt Bürgermeister Nils Anhuth. Das Volumen der Ansiedlung wurde in der Verwaltung diskutiert. „Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass die Größenordnung des Projekts die Kapazitäten der Gemeinde übersteigt. Somit scheidet die Gemeinde als möglicher Standort aus“, so Anhuth weiter.

Der C-Port-Geschäftsführer Arno Djuren bestätigte eine Anfrage für eine Großschlachterei am C-Port. Grundsätzlich würden Ansiedlungsanfragen „ergebnisoffen geprüft. Am Ende entscheidet das Konzept des jeweiligen Investors, ob wir einer Ansiedlung zustimmen.“ Der Investor müsse Fragen wie prekäre Beschäftigung und Unterbringung der Werkvertragarbeiter klären. Ferner seien technische Fragen wie Frisch- und Abwasserkapazitäten offen.

Djuren betont: „Ich als Geschäftsführer habe jedoch das Bestreben, in einer sachlichen Diskussion alle Vor- und Nachteile zu erörtern, um dann eine emotionslose Entscheidung mit den beteiligten Kommunen treffen zu können.“

Kritik vom Landrat

Landrat Johann Wimberg sieht eine Ansiedlung eines weiteren Großschlachthofs kritisch. Es seien Probleme bei der Integration von Beschäftigten aus dem Ausland zu erwarten. Wimberg vermutet, dass ein Großteil der Beschäftigten über Werksverträge beschäftigt würde. Die Unterbringung der zu erwartenden neuen Mitarbeiter sei schwierig.

Der Schlachthof sei aber auch wegen der landwirtschaftlichen Entwicklung und der Wasser- und Abwasserthematik ein Problem. Cloppenburg gehört zu den Landkreisen mit der höchsten Nutztierdichte in Deutschland.

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