• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Wo Erkrankte ein Zuhause finden

17.01.2020

Molbergen Die zukünftigen Mieter sollen im ambulanten Wohnprojekt in Molbergen an der Wagnerstraße nicht nur ein Dach über dem Kopf finden. Sie sollen angenommen werden und sich als Teil der Nachbarschaft und der Gemeinde fühlen.

Diesen Wunsch äußerten bei dem offiziellen Festakt zur Eröffnung sowohl der Geschäftsführer des Lastruper St. Elisabeth-Stiftes, Guido Suing, als auch Martina Hanrath als Leiterin der ambulanten Wohnbetreuung des St. Elisabeth-Stiftes und auch Molbergens Pfarrer Uwe Börner, der das Haus als Bereicherung und als Chance für Molbergen wertete.

Zuvor hatte Geschäftsführer Guido Suing viele Gäste – unter ihnen auch Bürgermeister Witali Bastian und dessen allgemeinen Vertreter Andreas Unnerstall und den Vorsitzenden des Stiftungsrates, Heinz Zumdohme, sowie Kirchenprovisor Josef Wobbeler und Vertreter der am Bau beteiligten Firmen – begrüßen können.

„Einweihen möchten wir ein Gebäude, dessen Fertigstellung einen weiteren, wesentlichen Entwicklungsschritt unserer Einrichtung markiert. Erstmals nehmen wir als St. Elisabeth-Stift ein Gebäude in Betrieb, das nicht in der Gemeinde Lastrup verortet ist“, so Suing.

Für Menschen mit psychischen Erkrankungen, insbesondere im erwerbsfähigen Alter, sei ein ausdifferenziertes Wohnangebot von stationär bis ambulant in verschiedenen Stufen notwendig. „Außerdem finden Menschen mit einer psychischen Erkrankung auf dem normalen Mietwohnungsmarkt im Landkreis Cloppenburg nur schwerlich eine akzeptable Wohnung, die nach Möglichkeit zu Grundsicherungskonditionen zu mieten ist“, begründete Suing den Bau der Einrichtung. 2015 konnte das St. Elisabeth-Stift das erste Wohnprojekt an der Bürgermeister-Böckmann-Straße 1 in Lastrup für sechs Mieter in Betrieb nehmen. Gerade dieses Projekt habe gezeigt, das gelebte Inklusion gelingen könne. „Die Mieter werden dort als Nachbarn gesehen und geschätzt. Sie sind in Nachbarschaftsaktivitäten einbezogen“, lobte Suing.

Inzwischen seien in Lastrup insgesamt 19 Wohnmöglichkeiten zu Grundsicherungskonditionen vorhanden. „Uns war klar, dass der nächste Schritt außerhalb Lastrups erfolgen muss. So können wir heute Wohnmöglichkeiten für sieben Personen in einer 4er WG, in einem Doppelappartement und in einem Einzelappartement einweihen, die zu Grundsicherungskonditionen in die Vermietung gehen, Wohnraum, der ansonsten zu diesen Bedingungen nicht zur Verfügung gestellt werden könnte“, erinnerte Suing.

Laut Katharina Gerke vom Lastruper Architekturbüro Ortmann&Möller sind hier 283 Quadratmeter Wohnfläche in eingeschossiger Bauweise – die sich gut in die Umgebung einfüge – bei einem umbauten Raum von 1700 Quadratmeter entstanden. Die drei Wohnungen sind um einen Innenhof gruppiert. Die veranschlagten Baukosten in Höhe von 760 000 Euro € (mit Grundstückserwerb) würden voraussichtlich unterschritten.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.