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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Moor nicht sich selbst überlassen

04.04.2016

Scharrel Um Torfabbau, Wiedervernässung, Auswirkungen des Moorabbaus auf Natur und Umwelt und Flächenerwerb drehte sich alles bei der politischen Tour ins Moor in um die Esterweger Dose. Der Kreisverband Cloppenburg von Bündnis90/die Grünen hatten zur der Moortour am Freitag durch eines der größten zusammenhängenden Moorgebiet Norddeutschland eingeladen.

Sachliche Informationen

„Es geht weder um Konfrontation, noch um Schmusekurs“, sagte der Geschäftsführer des Kreisverbandes der Grünen, Ulf Dunkel, auf dem Firmenglände der Griendtsveen AG in Scharrel. Es gehe allgemein um die sachliche Information zum Torfabbau und Renaturierung – gerade auch im Hinblick auf die Aktualisierung des Landesraumordnungsprogramms.

Daran lag auch dem Betriebsleiter und Prokuristen der Griendtsveen AG, Johann Brinkmann, und dem Torfwerk Moorkultur in Ramsloh, vertreten durch Prokurist Gerhard Block. „Wir wollten den Gästen Informationen und Hintergrundwissen vermitteln und aufzeigen, dass wir als Unternehmen Aufgaben erfüllen in der Umsetzung des Moores. Man kann es sich nicht selbst überlassen“, sagte Brinkmann.

Etwa 60 Teilnehmer waren gekommen, um sich in der Estweger Dose ein Bild vor Ort über die derzeitige Situation zu machen. Gekommen waren unter anderem auch der Grünen-Bundestagsabgeordnete Peter Meiwald aus Westerstede und der umweltpolitische Sprecher der Landtagsfraktion Jans-Joachim Janssen aus der Wesermarsch sowie Ottmark Ilchmann, stellvertretender Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft aus Klostermoor und der stellvertretende Vorsitzende vom BUND Niedersachsen, Dr. Reinhard Löhmer.

Die Historie und Eigentumsverhältnisse des Esterweger Dose brachte den Teilnehmern Hermann Wreesmann vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft,- Küsten- und Naturschutz näher. Es wurden markante Stellen angefahren, an denen Erläuterungen zum Torfabbau, zur Wiedervernässung sowie zur Auswirkung des Moorabbaus auf Natur und Umwelt gegeben wurden. Zudem gab es einen Einblick die Arbeitsweise des Unternehmens. Dazu gehörten die Vorstellung der Produktpalette sowie Aktivitäten im Hinblick auf „Torf und Klimaschutz“, Flächenerwerb und die Politik.

Klimawandel

Während Firmen das Moor weiterhin zur Torfgewinnung nutzen wollen, warnen andere Stimmen vor den ökologischen Folgen. Eine dritte, starke Interessengruppe stellt die Landwirtschaft. Viele Bauern fürchten um ihr Weideland oder wollen durch Moorabbau neues Acker- oder Weideland gewinnen. „In diesem Spannungsfeld ist die Politik gefordert, für einen vernünftigen Ausgleich zwischen Ökonomie und Ökologie zu sorgen“, so Dr. Löhmer. Er warnte vor dem dramatischen Klimawandel. So könne die Gesellschaft nicht weitermachen.

Zufrieden mit der Veranstaltung war Manfred Lorentschat aus Elisabethfehn von den Barßeler Grünen, der die Tour organisiert hatte.

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