• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

„Muss wirklich jeder Baum gefällt werden?“

18.02.2014

Gehlenberg Es dauert nur wenige Minuten, dann ist ein Baum gefällt. Unwiderruflich. Bis ein neu gepflanzter Baum die gleiche Größe erreicht, vergehen hingegen Jahrzehnte, sogar Jahrhunderte. Das scheint einigen egal zu sein, denn wenn man derzeit durch die Region fährt, hat man den Eindruck, hier wüten die Motorsägen. Und die beiden Gehlenbergerinnen Hilde Meyer und Anni Knipper fragen sich: „Muss denn wirklich jeder Baum gefällt werden?“ Ihrer Ansicht nach nein.

Sie machen sich große Sorgen um die Zukunft. „Mit Blick auf den Klimawandel sind diese Sorgen auch nicht unbegründet“, sagt Knipper. Daher wolle man die Leute sensibilisieren und zum Nachdenken bringen. „Vielleicht kann der ein oder andere Baum ja doch stehen bleiben“, appelliert Meyer an all diejenigen, die noch zur Kettensäge greifen wollen.

Bis zum 28. Februar ist es Grundstücksbesitzern noch erlaubt, den eigenen Holzbestand zu nutzen. Ausgenommen sind die Bäume, auf die gesetzliche Schutzregelungen zutreffen. Dann heißt es: Hände weg.

Meyer und Knipper haben den Eindruck, dass in den vergangenen Jahren leichtfertiger mit dem Fällen von Bäumen umgegangen wurde. Vor allem dann, wenn die hoch gewachsenen Pflanzen eventuell den Sonneneinfall auf Photovoltaikanlagen auf den Dächern stören könnten. „Ganze Baumreihen werden da platt gemacht“, sagt Meyer. Nachgepflanzt werde dagegen kaum.

„Uns ist schon klar, dass hin und wieder Bäume gefällt werden müssen. Es kommen nur leider zu wenige nach“, sagt Knipper. Leider gebe es zu oft die Meinung, es seien ja noch genug Bäume da. Doch dann müsse man sich nicht wundern, wenn bald gar kein Baum mehr stehen bleibe. „Dabei leben gerade die Dörfer von Baumstrukturen. Ein Ort ohne Bäume wäre doch fürchterlich“, sagt Meyer. Es wäre gut, sind die beiden Gehlenbergerinnen überzeugt, wenn wieder mehr Pflanzaktionen in den Ortschaften gestartet würden. Oder man könne sich Baumpaten suchen. Denn: „Es muss immer etwas Neues kommen“, so Meyer.

Ob ihr Appell die Leute mit den Motorsägen erreicht? Knipper: „Ein kleiner Funke Hoffnung ist da. Aber ich befürchte, dass wird nur wenige beeindrucken.“ Meyer: „Ich bin ganz optimistisch. Und wenn sich auch nur ein paar Bürger überlegen, den ein oder anderen Baum doch stehen zu lassen, ist das schon ein Erfolg.“

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
Rufen Sie mich an:
04491 9988 2900
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.