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Energie: Netzausbau: Barßel fordert Information

04.12.2014

Barßel Widerstand regt sich in der Gemeinde Barßel gegen die Planungen des Übertragungsnetzbetreibers Tennet. „Die Trassenführung ist nicht schlüssig für uns“, sagt Barßels Bauamtsleiter Hans Schulte gegenüber der NWZ . Noch immer ist unklar, inwieweit die Leitungen durch das Gemeindegebiet führen werden. Schon im Frühjahr hatte die Gemeinde Bedenken gegenüber der Regierungsvertretung Oldenburg des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz geäußert (die NWZ  berichtete). Jede Leitung zerstöre Fläche und mindere ihren Wert, sagt Bauamtsleiter Schulte. Siedlungs- und Gewerbeentwicklungen seien gefährdet.

Um Strom aus den geplanten Windparks in und an der Nordsee in den Süden zu transportieren, sind neue Stromleitungen notwendig. Zwischen Conneforde und Cloppenburg will Netzbetreiber Tennet wie berichtet in allen Szenarien auf bestehender Trasse eine 380-Kilovolt-Leitung neu bauen, ab Cloppenburg soll die Leitung auf einer neuen Trasse weitergeführt werden.

Wie das Unternehmen auf Nachfrage der NWZ  mitteilte, beginne die Feinarbeit der Planung erst. Sobald erste aussagekräftige Planungen seitens des Unternehmens vorliegen, werde Tennet Behörden und Bürger frühzeitig informieren, sagt Pressesprecher Alexander Greß. Dies könnte im Frühjahr der Fall sein.

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Etwas konkreter wird es bereits in der Stadt Cloppenburg. Wie die NWZ  berichtete, sind dort die derzeit installierten 220-kV-Leitungsmasten, die über Teile des Stadtgebiets führen, technisch nicht dafür geeignet, die geplanten 380-kV-Leitungen zu tragen. Masten und Fundamente müssten ausgetauscht werden. Zudem lässt Tennet prüfen, wo zwei weitere notwendige Konverterstationen gesetzt werden können.

Wichtig sei die Transparenz, sagt Barßels Bürgermeister Nils Anhuth mit Blick auf die Planungen des Netzbetreibers. Wie Barßels damaliger Bürgermeister Bernd Schulte im Frühjahr erklärte, werde die Gemeinde Barßel von den Planungen bisher aus Richtung Apen im nordwestlichen Bereich des Nordloher Tiefs bis zur südöstlichen Gemeindegrenze in Harkebrügge in Richtung Stadtgebiet Friesoythe tangiert. Im Bereich des vierten Hüllenweges könnten Flächen eines Baumschulbetriebes durchschnitten werden.

Die Barßeler CDU-Fraktion hatte in diesem Zusammenhang eine Anfrage an Tennet gestellt. Eine Antwort liege ihm bis heute nicht vor, sagt Fraktionsvorsitzender Ewald Schneider. Er bedauere, dass sich das Unternehmen „so bedeckt“ halte.

Zeitnah wolle er die Regierungsvertretung Oldenburg um eine Stellungnahme bitten, kündigt Barßels Bauamtsleiter an. Er fordere Informationen darüber, wie die weitere Vorgehensweise hinsichtlich des Trassenverlaufs aussehe.

Melanie Jepsen Varel / Redaktion Friesland
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