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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Wunsch nach sicherem Rahmen

21.12.2018

Nikolausdorf In den vergangenen Jahren hat sich die Nutztierhaltung in Deutschland kontinuierlich weiterentwickelt, ebenso haben vermeintliche Missstände in der Nutztierhaltung und beim Transport die Erwartungen der Verbraucher an eine tiergerechte Haltung und Produktion verstärkt.

Sieben Politiker kamen bei „agmadata“, einem Programmier- und Servicedienstleister in der Agrarwirtschaft, in Nikolausdorf zusammen, um sich von Geschäftsführer Helmut Voßmann einen Vortrag zu „Tierschutz und Tierwohl mit IT-Hilfe transparent und glaubhaft gestalten“ anzuhören und darüber zu diskutieren. Darunter waren auch die Mitglieder des Bundestags Susanne Mittag (SPD) und Rainer Spiering (SPD), die Landtagsabgeordneten Karin Logemann (SPD) und Axel Brammer (SPD) sowie die SPD-Mitglieder Detlef Kolde, Renate Geuter, Tobias Bohmann und Paul Drees.

IDS

„IDS (International Data Spaces) – Food & Farm“ ist eine Initiative des Fraunhofer-Instituts zur Unterstützung der Teilnehmer von Prozessketten. Bei dieser Initiative sind 95 Firmen aus 18 Ländern vertreten. Das Ziel ist, einen sicheren Datenraum zu schaffen, der Unternehmen verschiedener Branchen und aller Größen die Souveränität und Sicherheit ihrer Daten ermöglicht. Diese werden laut Voßmann in Daten-Clouds gespeichert.

Die Informationen würden in diesem Fall an einen zentralen Platz wie beispielsweise das Katasteramt gehen. Das sind Daten über Wetter, Zustände des Bodens, der Luft oder des Wassers und Geodaten. Bisher sind laut Helmut Voßmann sieben Millionen Euro in das Projekt geflossen.

Gefahren

Rainer Spiering warnte vor den Gefahren der Großkonzerne, die „die Musik bestimmen“ würden. Besonders Softwarehersteller SAP sei mit über 20 Milliarden Euro Umsatz nicht außer Acht zu lassen: „Wir wissen nicht, wie viele Daten SAP hat.“ Neben den Hauptfeldern Lebensmittel und Logistik sei das weltweit viertgrößte Unternehmen der Branche auch an der Landwirtschaft dran. „Wenn wir SAP unkontrolliert loslassen, verlieren wir die Kontrolle“, sagte Spiering, der den „Staat als ehrlichen Vermittler“ ins Spiel brachte.

Nutztierlogistik

Der Nutztiertransport würde digital begleitet werden – quasi mit einem Reiseprotokoll. Voßmanns Firma arbeitet aktuell an diesem Programm. Geht ein Transport normal über die Bühne, zeigt die „Kontrollampel“ bei dem Mitarbeiter im zuständigen Amt grüne Farbe an. Steht der Transporter ungewöhnlich lange, leuchtet die „Ampel“ gelb. Sollte ein Tiertransporter einen Unfall haben, wird das Licht rot.

Mängel als Chance

Voßmann wies darauf hin, dass die Zielgruppe Landwirtschaft die Chancen und Risiken noch nicht verstanden habe, ihm ginge es ums „Entbürokratisieren“: „Realitätsbetrachtung ist auch eine Chance.“ Spiering war wiederum skeptischer. „Ihr wollt Bürokratie beherrschen“, sagte Spiering und äußerte den Wunsch nach Datenschutzbanken. Abschließend mahnte „agmadata“-Geschäftsführer Voßmann zur Geduld: „Das Projekt mit IDS ist wichtiger als ein Schnellschuss.“

Niklas Grönitz Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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