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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Damit nichts in der Tonne landet

11.04.2019

Nikolausdorf Viele Eltern, aber auch junge Paare und Alleinstehende kennen die Situation: Obwohl sie sich vor ihrem Einkauf Gedanken darüber gemacht haben, was sie in den nächsten Tagen brauchen, sind am Ende einige Lebensmittel über und werden nicht mehr gebraucht. Sei es, weil sie spontan essen gegangen sind, oder sich einfach mit den Mengen verschätzt haben. „Mir ist wichtig, dass diese Lebensmittel nicht weggeworfen werden“, betont Lena Nienaber aus Nikolausdorf.

Damit dies gelingt, hat die 32-Jährige vor rund zwei Wochen bei Facebook eine „Foodsharing“-Gruppe für Garrel gegründet, der zurzeit rund 50 Menschen angehören. „Dort kann alles angeboten werden, was im weiträumigen Sinne mit Essen zu tun hat. Also beispielsweise auch Kindergeschirr oder Gläser“, erklärt Nienaber.

Die Lebensmittel können offen oder noch geschlossen sein. Ein Foto mit einem kurzen Text genügt – und schon kommt jemand, der die Lebensmittel abholt. So soll es im Idealfall funktionieren. In Oldenburg, wo Nienaber von 2007 bis 2010 gelebt hat, hat sie vor einigen Jahren bereits positive Erfahrungen sammeln können: „Als ich die Gruppe dort vor ein paar Jahren gegründet habe, lief die Sache ein bisschen schneller an. Seit meinem Umzug zurück nach Nikolausdorf war dies jedoch nicht mehr so einfach, da der Weg für viele zu weit war.“

Deswegen hat sich die vierfache Mutter dazu entschlossen, nun eine eigene, regionale Gruppe für Garrel zu gründen. „Die Menschen auf dem Land sind etwas skeptischer gegenüber neuen Dingen, aber einige haben sich schon angeschlossen“, berichtet Nienaber. Sie hofft, dass die Gruppe auch zum Zusammenleben im Dorf beitragen kann: „In Oldenburg habe ich drei Menschen kennengelernt, mit denen ich mich auch mal zum Kochen mit den Lebensmitteln getroffen habe.“

Die Mutter möchte ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft setzen und hat auch einen Wunsch an die Supermärkte: „Es wäre schön, wenn dort ein Kühlschrank zur Verfügung gestellt werden könnte, in den jeder etwas reinstellen und aus ihm kostenlos Lebensmittel rausnehmen kann.“ Wer nicht so gerne Geschenke annehme, könne auch tauschen.

Nils Coordes Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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