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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

„Noch keinen lachenden Vegetarier gesehen“

28.11.2012

Cloppenburg Der Mann gibt wirklich zu allem seinen Senf dazu: Uli Hoeneß, Wurstfabrikant und Präsident des FC Bayern München, hat am Montagabend bei einer von der landwirtschaftlichen Genossenschaft „GSagri“ organisierten Talkrunde in der Cloppenburger Stadthalle eindrucksvoll bewiesen, dass er die „Abteilung Attacke“ nicht nur auf den Fußball beschränkt.

„Ich habe noch keinen Vegetarier gesehen, der gelacht hat. Die sind schlecht gelaunt, weil sie sich jeden Tag damit beschäftigen, was sie nicht essen sollen. Ich dagegen habe Spaß, weil ich dauernd daran denke, was ich alles essen kann“, polterte Hoeneß vor 750 geladenen Gästen.

Einmal richtig in Fahrt, flogen die nächsten Giftpfeile Richtung Biobranche. „Jeder soll Bio essen, aber mich damit in Ruhe lassen. Wenn ich Bio esse, werde ich keinen Tag älter.“ Wer Fleisch essen wolle, müsse ein Tier töten – so einfach sei das. „Es ist noch niemandem gelungen, auch den Biofetischisten nicht, ein Schwein totzuschreien.“

Unterstützung erhielt Hoeneß vom ärztlichen Direktor des Cloppenburger Krankenhauses, Professor Dr. Joachim Schrader – übrigens bekennender Bayern-Fan. Die Lebensmittel-Debatte sei bewusst von „einer politischen Richtung gesteuert“, die nach dem beschlossenen Atomausstieg ihr Hauptbetätigungsfeld verloren habe.

Bernd Meerpohl, Chef des weltweit führenden Stallausrüsters „Big Dutchman“ (Calveslage), betonte als dritter Diskutant auf dem Podium wie Hoeneß die Bedeutung von guten Mitarbeitern, die sich mit dem Unternehmen identifizierten. Hoeneß: „Durch die Einbindung von ehemaligen Spielern ist das bei uns gut gelungen.“

Stichwort Personal: Den Namen seines ersten Lehrlings gab derweil Landwirt Hubertus Meyer – der zugleich Vorstandsvorsitzender von GSagri ist – preis. „Franz-Josef Holzenkamp, heute Bundestagsabgeordneter, war bei mir zur Ausbildung.“

Hoeneß nahm als Stargast der Talkrunde zum Thema „Leistung, Leidenschaft, Erfolg – Sport trifft (Land)-Wirtschaft“ im Übrigen kein Honorar. Stattdessen fordert der Bayern-Macher seit Jahren seine Gastgeber auf, für den guten Zweck zu spenden. So gab auch GSagri einen Betrag in unbekannter Höhe an die Stiftung „Antenne Bayern hilft“, die sich um Einzelschicksale und soziale Projekte kümmert. Hoeneß: „Jeder, der auf der Sonnenseite des Lebens steht, hat die Pflicht, etwas zurückzugeben.“

Einen drauf setzte noch der Garreler Unternehmer Reinhard Voßmann („Eichkamp“), der einen Ball mit allen Bayern-Unterschriften für 3000 Euro ersteigerte.


Mehr Bilder unter     www.nwzonline/fotos-muensterland 
NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/cloppenburg