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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Feuerwehren für Moorbrand gerüstet

24.04.2019

Nordkreis Das warme und trockene Wetter der vergangenen Woche hat viele gefreut, birgt jedoch auch seine Gefahren. Ein Moorbrand im Landkreis Vechta, bei dem auch zwei Feuerwehrmänner aus Bösel im Einsatz waren, hat dies am vergangenen Wochenende wieder gezeigt. „Alle größeren Flächen sind in den letzten eineinhalb Wochen richtig ausgetrocknet“, sagt Rolf Tebben, Gemeindebrandmeister im Saterland.

Gefahr Mindern

Bei Trockenheit sollte jeder Bürger darauf achten, nicht versehentlich einen Brand auszulösen.

Zigaretten sollten nicht auf den Weg oder aus dem Auto geworfen werden.

Fahrzeuge sollten nicht auf trockenen Wiesen abgestellt werden. Der heiße Katalysator kann trockenes Gras zum Brennen bringen.

Die Feuerwehren im Nordkreis sind auf Flächenbrände vorbereitet: „Wir haben vor rund 15 Jahren Spezialfahrzeuge angeschafft, die kleiner und leichter sind und somit auch im Moor fahren können“, betont Tebben. Denn die schweren Fahrzeuge, mit denen die Einsatzkräfte sonst ausrücken, könnten auf unbefestigten Wegen im Moor stecken bleiben. Deswegen arbeiten die Wehren eng mit der Torfindustrie zusammen: „Wir haben gemeinsam Alarmpläne entwickelt. Dazu zählt auch, dass Vertreter der Vehnemoor AG in Rufbereitschaft sind und zum Einsatzort kommen“, berichtet Markus Tholen, Pressewart der Feuerwehr Bösel. Die ortskundigen Vertreter können die Einsatzkräfte dann auf schnellstem und sicheren Weg zum Brandherd lotsen.

Dazu kommt, dass die Torfindustrie selbst Vorkehrungen trifft: „Im Moor sind Wasserdepots, die wir auch kennen. Kleine Entstehungsbrände werden meist von der der Vehnemoor AG selbst gelöscht“, sagt Tholen. Auch Tebben betont, dass die Feuerwehr unterstützt wird.

Die Friesoyther Feuerwehr arbeitet intensiv mit Landwirten zusammen: „Die Landwirte können in einem Güllefass 20 000 Liter Wasser transportieren. Wir haben in einer Whatsapp-Gruppe über 40 Leute organisiert, die Wasser aus dem Kanal zu Sammelbehältern bringen können, die von der Arenbergischen Forstverwaltung aufgestellt wurden“, betont Stadtbrandmeister Andreas Witting.

Alle drei Feuerwehrmänner wissen um die besonderen Schwierigkeiten bei einem Moorbrand: „Gerade nach längeren Trocknungsphasen ist das Moor über eine größere Schicht trocken. Es besteht die Gefahr, dass das Feuer sich nach unten frisst und an anderen Stellen wieder hochkommt“, sagt Tholen. „Die Drohne des Landkreises wird in solchen Fällen eingesetzt, um Glutnester zu erkennen“, ergänzt Witting. „Das Schwierigste ist häufig die Zugänglichkeit. Vier Kilometer müssen unter Umständen zu Fuß zurückgelegt werden“, verdeutlicht Tebben.

Im Saterland seien das Westermoor und die Esterweger Dose besonders gefährdet. In Bösel liegt das Augenmerk der Feuerwehrleute vor allem auf dem Vehnemoor, besonders auf der Fläche zwischen Overlahe und Hülsberg. Auch große Grasflächen bergen erhöhte Brandgefahr. Witting sieht im Bereich der Friesoyther Wehren neben dem Moor ein weiteres Gefahrengebiet: „An den Flächen an der Talsperre sind viele Leute unterwegs. Zudem kann ein Feuer sehr schnell vom Wald auf den Campingplatz übergreifen und umgekehrt.“

Nils Coordes Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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