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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Warum 2017 hier ein gutes Jahr war

19.04.2018

Oldenburger Münsterland Ein Umsatzplus von fast zehn Prozent im Vergleich zu 2016 haben die Industrieunternehmen im vergangenen Jahr im Landkreis Cloppenburg eingefahren. Das Umsatzvolumen betrug 6,6 Milliarden Euro. Und auch die Industrieunternehmen im Kreis Vechta verbuchten ein Umsatzplus von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (5,5 Milliarden Euro). Das ist das Ergebnis des Regional-Reports, den die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK) nun veröffentlicht hat.

„2017 war das beste Jahr in unserer Firmen-Geschichte“, freut sich Jürgen Feld, Pressesprecher bei Grimme in Damme. Das Unternehmen mit 2200 Mitarbeitern weltweit stellt Landmaschinen in den Bereichen Kartoffel-, Rüben- und Gemüsetechnik her. „Die Verbraucherpreise waren in den 120 Kunden-Ländern gut. Und wenn die Preise gut sind, geht es auch uns gut“, so Feld.

„Das vergangene Jahr ist gut gelaufen. Vor allem im Export verzeichnen wir Zuwächse“, sagt auch Stefan Niemeyer, Geschäftsführer von Miavit aus Essen – Experte für Futtermittel, Zusatzstoffe, Mineralstoffe und Vitamine.

Allgemein seien sowohl im Nahrungsmittel- als auch im Agrartechniksektor hohe Exportraten zu verzeichnen, teilt der Vorsitzende des Agrar- und Ernährungsforums (Aef) Oldenburger Münsterland, Uwe Bartels (Vechta) mit. Dem Forum gehören derzeit etwa 80 Unternehmen der regionalen Agrar- und Ernährungsbranche an.

Laut IHK hat das Ernährungsgewerbe im Kreis Cloppenburg ein Umsatz-Plus von zehn Prozent eingefahren. „Gerade der Agrar- und Ernährungssektor hat sich als stabiler und zukunftsträchtiger Wirtschaftsbereich in 2017 mit einer kräftigen Wachstumsrate gezeigt“, kommentiert Bartels.

Gibt es einen Grund für die gute Stimmung? Bartels: „Deutsche Produkte der Agrar- und Ernährungswirtschaft haben nicht nur national, sondern auch im globalen Markt einen exzellenten Ruf. Auch ist ein Anstieg des Fleischkonsums, insbesondere in Schwellenländern, festzustellen.“

Export immer wichtiger

Auch die IHK hat festgestellt, dass das Umsatzplus größtenteils auf das Auslandsgeschäft zurückzuführen ist. Es legte im Kreis Vechta um fast elf Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu, die Exportquote stieg von 24,5 auf 26 Prozent. Im Landkreis Cloppenburg fiel diese Quote von 26,5 auf 26,3 Prozent, die Auslandserlöse stiegen um 8,5 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro.

Russland-Embargo, Strafzölle und der Brexit versetzen die regionalen Unternehmen nur teilweise in Aufruhr. „Auch das Russland-Geschäft entwickelt sich gut. Von dem Embargo sind wir nicht betroffen, da unsere Produkte so nicht in Russland hergestellt werden. Härter getroffen hat uns die Währungsdifferenz zum Rubel, aber auch das hat sich wieder eingependelt“, sagt Grimme-Pressesprecher Feld. Und auch mögliche Strafzölle in den USA tangieren die Firma nicht, da es eine Tochterfirma in den Staaten gibt. Der angekündigte Brexit habe wehgetan, „vor allem währungsbedingt“, gibt Feld zu. Mittlerweile habe sich die Situation wieder beruhigt, auch seien die Auswirkungen nicht so stark gewesen, wie befürchtet.

„Das größte Risiko in der Welt ist derzeit die Uneinigkeit“, sagt Miavit-Geschäftsführer Niemeyer. Unmittelbar sei die Firma weder vom Brexit, noch vom Russland-Embargo oder möglichen Strafzöllen betroffen.

Gleiches gilt für Derby Cycle in Cloppenburg: Laut Pressesprecher Arne Sudhoff läuft das Geschäft mit Fahrrädern weiterhin gut. Sich nicht zu dem Regional-Report äußern wollte sich die Firma Remmers aus Löningen.

Weniger vom Export ist die Firma Wernsing in Addrup abhängig, wie Geschäftsführer Andreas Sostmann mitteilt. Auch für den Lebensmittelhersteller lief es 2017 gut, der Absatz und damit auch der Umsatz sind gestiegen. Aber: „Durch effiziente Prozesse versuchen wir weitere Kostensteigerungen in den Bereichen Personal, Energie oder externer Dienstleistungen aufzufangen“, erläutert Sostmann.

Gestiegener Konsum

Was waren bei Wernsing positive Treiber? „Ein weiterhin solides Wachstum, das günstige Zinsumfeld, was auch zu Investitionen führt, der gestiegene private Konsum“, zählt der Geschäftsführer auf. Ein sich änderndes Zinsumfeld und Protektionismus könnten jedoch die Zahlen verändern.

Wie sieht der Blick in die Zukunft aus? Positiv. Sowohl bei Miavit als auch bei Grimme rechnet man in diesem Jahren mit gleichen oder sogar steigenden Ergebnissen. Das belegt auch die Konjunkturumfrage der Oldenburgischen IHK vom 1. Quartal 2018. Die Debatte um mögliche Handelsbeschränkungen habe den Unternehmen im gesamten Oldenburger Land nicht ihre Zuversicht nehmen können, die Exporterwartungen blieben dank der stabilen Nachfrage in der EU weiterhin hoch, teilt die IHK aus Oldenburg mit.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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