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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Brückenbau weiter auf Eis gelegt

05.06.2019

Osterhausen Seit zwei Monaten steht die Baustelle für den Neubau der Klappbrücke in Osterhausen still. Es tut sich nichts, dabei sind die Betonarbeiten für die Vorbrücken bereits hergestellt und die Brückenteile liegen vor Ort. Eigentlich können die Brückenteile angebracht werden. Das hätte schon im März passieren sollen. Doch beim Betonsockel liegt offenbar das Problem. Der scheint abgesackt zu sein, was schon mit bloßem Auge erkennbar ist. So bereitet dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) als Bauherr der Baugrund Sorgen.

In der Gerüchteküche unter der Bevölkerung brodelt es schon lange, dass die Tragfähigkeit für die schweren Lasten nicht mehr gegeben sei. „Im Augenblick herrscht vor Ort kein Baubetrieb. Die anfänglich beobachteten Setzungen haben sich eingestellt. Weitere Messungen zur Überwachung finden regelmäßig statt. Zusätzliche Untersuchungen zum Baugrund haben ergeben, dass aufgrund sehr unterschiedlicher Bodenverhältnisse im Baufeld die Tiefgründung nachgebessert werden muss“, heißt es auf Anfrage der NWZ von der Pressestelle des NLWKN aus Aurich.

Dieser Sachverhalt mit großen Unregelmäßigkeiten im Flussbett der Sagter Ems sei im Vorfeld nicht absehbar gewesen. „Die Bodenansprachen in nun feinerem Raster weisen größere Abweichungen auf. Die notwendigen Arbeiten zur Ertüchtigung der Tiefgründung sind in Vorbereitung und werden bald beginnen. Der bislang vorgesehene Fertigstellungstermin wird sich verschieben“, so das NLWKN weiter. Der Umfang des zusätzlichen Zeitbedarfs oder auch ein eventueller zusätzlicher Mittelbedarf lassen sich bisher noch nicht beziffern. Die Behörde bittet hier um Verständnis.

„Dass sich die Arbeiten jetzt weiter verzögern, ist keine gute Nachricht. Die Gäste aus dem ostfriesischen Raum können uns zwar erreichen, müssen aber weiter über die Fußgängerbrücke gehen“, sagt Simona Lind, Inhabern des Restaurants Simona, das sich unmittelbar neben der Klappbrücke befindet und zur Zeit nur von einer Seite mit dem Auto erreichbar ist. Die Einbußen des Geschäfts hielten sich aber bisher noch in Grenzen. Angst hat die Inhaberin davor, dass sich womöglich die Bauarbeiten bis in den Winter hineinziehen könnten. „Dann ist es schlecht. Über eine womöglich vereiste Behelfsbrücke geht dann kein Fußgänger mehr“. So hofft Simona Lind auf ein baldiges Ende der Dauerbaustelle.

Dabei sollte bereits Ende Juni der Boots- und Autoverkehr wieder in beide Richtungen fließen – die Behelfsbrücke wird dann abgebaut. Daraus wird nun nichts und die Umleitungen bleiben bestehen. Die Investitionskosten für den Neubau betragen mehr als zwei Millionen Euro. Dieser dürfte sich jetzt allerdings verteuern. Einen Großteil der Kosten trägt der NLWKN, aber auch der Landkreis ist beteiligt, denn die neue Klappbrücke in Osterhausen erhält jetzt einen Fuß- und Radweg.

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