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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

24 000 Euro für Kinderhospiz

22.01.2020

Peheim /Molbergen Der Beifall wollte nicht enden. Der Saal bebte, als Molbergens Hegeringsleiter Christoph Rippe am späten Abend das Ergebnis der Sammlung aus Anlass der Molberger Taubenjagd bekanntgab. 24 000 Euro€ hatten die Teilnehmer der Taubenjagd, die Mitglieder des Hegerings, Sponsoren und viele Freunde für das Kinderhospiz Löwenherz (Syke) gespendet.

In den vergangenen sieben Jahren konnten die Molberger Jäger annähernd 116 000 Euro € dieser Einrichtung in Syke zur Verfügung stellen. „Sie machen mich sprachlos. Dass das letztjährige Ergebnis noch getoppt werden konnte, ist Wahnsinn“, jubelte Reinhard Raab, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Löwenherz. Diese sei begeistert von der Spendenbereitschaft hier in Molbergen.

Erneut hatten sich in Molbergen über 300 Jäger zur größten Gemeinschaftsjagd eingefunden. „Bei uns beteiligen sich neben den hiesigen Jägern Gäste aus Österreich, den Niederlanden und erstmals aus Dänemark“, erzählte Hegeringsleiter Christoph Rippe. „Aber auch Weidleute aus dem gesamten Bundesgebiet sind vertreten. In diesem Jahr musste ich mehr als 60 Jägern absagen, da wir nicht genügend Stellplätze haben“, bedauerte Rippe.

So gab es dann beim Anblasen der Jagd am Samstagmittag in der Peheimer Ortsmitte kaum ein Durchkommen. Die Jagdhornbläsergruppen aus Peheim, Dwergte und Molbergen bliesen dort die entsprechenden jagdlichen Signale, während die Jagdhornbläsergruppe aus Halvers im Sauerland zum zwölften Mal das Schüsseltreiben mit jagdlichen Signalen und Melodien untermalte.

Dass die Molberger Taubenjagd jedes Jahr Interessierte aus vielen Regionen nach Molbergen lockt, zeigte sich auch im Ergebnis. Taubenkönig Berend Behrends (28 geschossene Tauben) war zum 10. Mal eigens aus Bockhorn angereist. Dass die Vizekönige Max Rosiepen und Christian Dicke beide aus Halvers im Sauerland kamen, war eher Zufall. Beide waren nun zum zwölften Mal in Molbergen. „Fortuna war mir hold. Zu einem solchen Ergebnis gehören ein Drittel Können und zwei Drittel Glück. Nur mein Hund hatte keine Freude, weil er immer Federn im Maul hatte“, so Taubenkönig Behrends. Sein Hund demonstrierte sein Missfallen, als er auf der Bühne einige Federn erbrach.

Die 520 Tauben, die in diesem Jahr erlegt wurden, – deutlich mehr als im vergangenen Jahr – wurden anschließend verkauft. Den größten Teil der Einnahmen erzielten die Molberger aber beim abendlichen „Schüsseltreiben“. In der traditionellen Sammelaktion geben die Jäger gern und reichlich. So erbrachte der Kassensturz in diesem Jahr das absolute Rekordergebnis. Rippe betonte auch, dass auch Nichtjäger, Geschäftsleute und Freunde des Kinderhospizes Löwenherz kleinere und größere Beträge für die Aktion zur Verfügung gestellt hatten. Aber diese Jagd sei in dieser Form auch nur deshalb möglich, weil Revierinhaber fremde Jäger in ihr Revier ließen.

Mit einer Überraschung wartete Bürgermeister Witali Bastian auf. Neben dem Dank für die großzügige Spendenbereitschaft der Jäger überbrachte er dem Motor der Taubenjagd, Christoph Rippe, einen Reisegutschein für eine Reise nach Berlin, den die Bundestagsabgeordnete Silvia Breher, die durch die CDU-Klausurtagung verhindert war, zur Verfügung gestellt hatte. Dass dann noch lange in Thobens Festsaal Jägerlatein gesponnen wurde, versteht sich von selbst. Denn in den letzten Jahren seien viele Freundschaften zu Jägern anderer Regionen entstanden, erzählten die Teilnehmer.

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