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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Busverkehr kostet viel Nerven

20.04.2018

Petersdorf Stundenlange Recherchen, ein langer Fußmarsch, Wartezeiten und sogar ein privat organisierter Transport – mit den Unbilden des hiesigen Öffentlichen Personennahverkehrs musste sich kürzlich Andreas Martens herumschlagen. Der ehemalige Petersdorfer, der mittlerweile in Hamburg lebt, wollte seine Mutter in Petersdorf besuchen. Zuvor war er noch in Ostfriesland auf Verwandtenbesuch. Ab Barßel, so sein Plan, wollte er dann mit dem Bus nach Petersdorf fahren. Eine Odyssee, wie sich zeigte.

Die Recherche im Internet über die Webseite des Verkehrsverbundes Bremen/Niedersachsen (VBN) spuckte lediglich eine Verbindung von Barßel/Hafen nach Petersdorf aus, allerdings dauerte die fast zwei Stunden. Der Haken: Der Bus der Linie 900 (Alternativ die Linie S 90) führt über Cloppenburg und fährt dann zurück über Garrel nach Petersdorf. Denkbar ungünstig.

Martens, der die Region kennt, nutzte aber nicht diese Verbindung, sondern stieg in Friesoythe am Hansaplatz um. Dass von hier aus eine Buslinie nach Petersdorf führt, hatte er nach intensiven Recherchen herausbekommen: die Linie 917 nach Petersdorf. Die Fahrplanauskunft des Verkehrsverbundes listet sie nicht auf.

Über diese Verbindung informiert nur das Busunternehmen Brünemeyer, das sie betreibt, auf ihrer Webseite. Die Linie bedient vor allem den Schülerbusverkehr, stehe aber selbstverständlich auch allen anderen Fahrgästen zur Verfügung, betont Sabine Uchtmann, Pressesprecherin des Landkreises Cloppenburg. Der ist für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Kreis zuständig.

Noch deutlich komplizierter, wenn nicht ganz unmöglich, wird die Nutzung des ÖPNV allerdings am Wochenende, musste Andreas Martens erfahren.

Als er nämlich mit dem Bus nach Oldenburg zum Bahnhof wollte, gab es gar keine Möglichkeit. Die frühere Linie 280 war in Kreis und Stadt Oldenburg im vergangenen Jahr eingestellt worden, weil dort zu wenig Fahrgäste mitfuhren.

Also war Andreas Martens auf die Dienste seiner Bekannten angewiesen, die ihn bis nach Tungeln brachten. Von dort aus konnte er dann weiter mit der Linie 280 zum Hauptbahnhof fahren.

Eine Anbindung an die Linie 280 im Landkreis Oldenburg soll wieder hergestellt werden, hatte die Kreispolitik beschlossen. „Derzeit wird die Ausschreibung vorbereitet“, informierte Sabine Uchtmann. Wann die Strecke wieder bedient wird, sei unklar.

Eine wesentliche Verbesserung erhoffen sich die Verkehrsplaner des Landkreises Cloppenburg durch das Rufbussystem. Bis zur Einführung werden aber noch einige Fahrgäste im Landkreis stranden. Denn erst 2020 rollen 14 Busse durch den Landkreis Cloppenburg. Die Mängel im Busnetz im Landkreis Cloppenburg hatte auch Horst Benz vom Fachbüro Kreamobil festgestellt.

Dieses Büro war mit der Entwicklung des Rufbussystems beauftragt worden. Künftig, so die Planung, sollen die Fahrgäste – neben einigen festen Verbindungen – Busse über ein internetbasiertes Buchungssystem zu einer Haltestelle ordern können.

Andreas Martens hätte das wohl viel Zeit und Nerven gespart.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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