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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Talsperre ganz neu entdecken

12.10.2017

Petersfeld /Thülsfeld Das Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre können Besucher nun auf ganz neue und vielfältige Weise für sich entdecken. Am Mittwochvormittag wurde der neue Erlebnispfad Thülsfelder Talsperre offiziell eröffnet. Es handelt sich um ein Projekt des Zweckverbandes Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre. Für die Umsetzung verantwortlich waren die Geschäftsführerin Maria Oloew und die stellvertretende Geschäftsführerin Karin Vogel.

14 interaktive Stationen sind auf einem zehn Kilometer langen Rundweg um den großen Stausee verteilt. Es werden Fragen beantwortet wie: Warum steht das Gebiet rund um die Thülsfelder Talsperre seit 1938 unter Naturschutz? Was ist das Besondere an dieser Landschaft? Wieso ist die Talsperre so, wie sie ist? Der Rundweg führt durch Moor und Heide, über Dünen und vorbei an verschlungenen Buchten – zum größten Teil durch Petersfelder Gebiet. Die Stationen heißen zum Beispiel „Moor“, „Wanderdüne“, „Lagunen“, „Staudamm“, „Talsperre“, „Hochwasser“ oder auch „Erholung“. Sie wurden mit dem Amt für Natur und Umwelt des Landkreises Cloppenburg sowie dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz abgestimmt.

Viel zu bieten für Familien

„Ich freue mich sehr, dass wir das Projekt nun zum Abschluss bringen konnten“, sagte Maria Oloew. Man habe insbesondere für die Zielgruppe Familie neue didaktische Elemente konzipieren können. Doch auch Gästeführer könnten den Erlebnispfad sehr gut in ihre Touren einbinden. Ein großer Vorteil: „Man kann überall auf dem Erlebnispfad einsteigen“, so Oloew. Es gebe keine feste Stationsreihenfolge.

Der neue Erlebnispfad ersetzt den in die Jahre gekommenen Informations- und Lehrpfad, der im September abgebaut wurde, während die neuen Stationen aufgestellt wurden.

Bereits im Jahr 2014 war von der Agentur „Signatur – wissen erleben“ ein zeitgemäßes Konzept erstellt worden. Mit dem Erlebnispfad soll die Talsperre über spielerische und interaktive Elemente erfahr- und erlebbar werden. Die Besucher können erfahren, wie sich über die Jahre die Naturräume selbst, die Nutzung ihrer Ressourcen und damit auch die Wertschätzung durch den Menschen verändert hat.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass die Erlebnisstationen eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden touristischen Angebot an der Thülsfelder Talsperre darstellen“, sagte Landrat Johann Wimberg, zugleich Verbandsgeschäftsführer des Zweckverbandes Thülsfelder Talsperre, in seiner Eröffnungsrede. „Es steht für mich außer Frage, dass das verfolgte Ziel, ein Bewusstsein für dieses einzigartige Ökosystem zu schaffen und unsere Gäste für dessen Schutz zu sensibilisieren, erreicht wird.“ Wimberg dankte ausdrücklich allen, die an der strategischen Planung und Umsetzung des Erlebnispfades mitgearbeitet haben.

Historische Charaktere

Für die Wissensvermittlung wurde auf historische Charaktere zurückgegriffen, wie zum Beispiel den Revierförster von Augustendorf. So kann man an seiner Station neun „Revierförster“ per Drehrad nachlesen, welche Arbeit er früher verrichtet hat. Per Flachkeilschieber hat er den Wasserstand der Soeste reguliert, in dem er bestimmte, wie viel Wasser aus dem Stausee in den Fluss strömte. An Station zehn „Staudamm“, etwa auf Höhe des Hotels Seeblick, geht es darum, wie man Wasser aufhält. Hinter Schwenktafeln verbergen sich spannende Informationen.

Durch den Einsatz von Guckrohren und Sichtfenstern an den Stationen wird der Blick der Besucher bewusst auf die einzigartige Flora und Fauna an der Thülsfelder Talsperre gelenkt. An der Station 12 „Hochwasser“ lädt ein Wasserspiel zum Ausprobieren und Verweilen ein.

Gekostet hat das gesamte Projekt rund 138 800 Euro. Die Finanzierung erfolgte aus Eigen-, Förder- und Sponsorenmitteln. 66 800 Euro übernahm die Leader Soesteniederung, 27 000 Euro die Bingo-Umweltstiftung und 5000 Euro stammen aus Mitteln des LzO Lotteriespiels „Sparen+Gewinnen“.


Ein Video gibt es zu sehen unter   www.nwzonline.de/videos 
Video

Sebastian Friedhoff
Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2904

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