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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

UMWELT: „Prämie kommt wie gerufen“

11.02.2009

FRIESOYTHE /BöSEL /SATERLAND /BARßEL Die Umweltprämie, im Volksmund besser bekannt als „Abwrackprämie“, ist derzeit in aller Munde. Es geht dabei um Folgendes: Wer ein altes Auto besitzt und sich ein neues zulegen möchte, bekommt vom Staat 2500 Euro für sein altes Fahrzeug, auch wenn es nur noch einen Schrottwert besitzt.

Prämie kam sehr gelegen

Für Frank Sakowski (42) aus Friesoythe kam die Umweltprämie wie gerufen. Er überlegte schon länger, sich ein neues Auto zu kaufen. „Ich wollte unser Auto, ein Mazda 626, Baujahr 1996, eigentlich verkaufen“, berichtet Sakowski. Sein Auto, das in den fast 13 Jahren mehr als 200 000 Kilometer gelaufen hat, wollte er für 1900 Euro anbieten. „Ich wäre noch auf 1500 runter gegangen“, sagt Sakowski, „dann habe ich von der Umweltprämie gehört, mich informiert und gemerkt, dass das genau auf mein Auto zutrifft“, führt Sakowski fort. Das neue Auto ist bereits beim Händler bestellt und das alte Auto bringt Sakowski zum Verwerter, der bestätigen muss, dass das Auto „abgewrackt“ wird. Im Nordkreis des Landkreises Cloppenburg ist Sakowski nicht der Einzige, der die Umweltprämie in Anspruch nimmt.

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Nachfrage steigt enorm

In den Autohäusern sowie bei den Autoverwertern ist derzeit sehr viel los. „Mir kommt es vor, als hätten wir zehn Mal mehr zu tun als noch vor einem Monat. Wir arbeiten ohne Ende“, sagt Bernhard Weigand vom Autohaus Jannink in Friesoythe. Bereits alle Jahreswagen oder Fahrzeuge mit Tageszulassung seien verkauft. „Fast alle Kunden haben die Abwrackprämie in Anspruch genommen“, so Weigand. Bevorzugte Fahrzeuge seien nach Aussagen Weigands die Kleinwagen und sowie Fahrzeuge im Preissegment von unter 10 000 Euro.

Preise vorher angezogen

Jens Schröder vom gleichnamigen Autohaus in Barßel bestätigt den großen Zulauf von Kunden, allerdings sieht er die Euphorie der Kunden kritisch. „Viele Händler haben jetzt die Modelle aus dem Jahr 2008 im Preis angehoben. Die Kunden merken das nicht“, so Schröder. Beim Autohaus Gelhaus in Bösel werden ebenfalls viele „Jungwagen“ verkauft. „Wir haben bereits viele Kaufverträge geschrieben“, sagt Hiltrud Abeln, „Kleinwagen und auch kleine Geländewagen laufen sehr gut.“ Dies bestätigt auch Sascha Freeman vom Autohaus Tellmann aus Sedelsberg. „Wir verkaufen viele Kleinwagen, besonders die koreanischen Autos verkaufen sich gut“, so Freeman.

Probleme der Entwerter

Heinz Kathmann, Autoverwerter aus Bösel, hat viel zu tun, allerdings plagen ihn auch Sorgen. „Die Leute kommen zu mir und wollen die Prämie und zusätzlich noch Geld für das alte Auto. Das kann ich aber nur in Ausnahmefällen zahlen“, sagt Kathmann. Der Stahlpreis sei derzeit auf einem so niedrigen Niveau, dass er das Auto fast umsonst verschrotten müsse. „Wenn jetzt die alten Autos vom Markt genommen werden, wer soll dann noch Teile für diese Autos kaufen?“, fragt sich Kathmann. Autoverwerter Heinz Achtermann aus Strücklingen sieht die Lage entspannter: „Je mehr Autos auf dem Hof stehen, desto besser. Der Markt reguliert sich von selbst.“

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