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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Priesterstuhl und Lesepult eingeweiht

01.04.2014

Bokelesch „Der neue Priesterstuhl ist so schwer, den nimmt keiner mit“, sagte am Sonntagnachmittag mit einem Schmunzeln Saterlands Pfarrer Ernst Halbe in der Johanniterkapelle in Bokelesch. Im kleinen Kreis wurden dort der hölzerne Priesterstuhl und der Ambo (Lesepult) feierlich eingeweiht. Vor dem feierlichen Akt erläuterte der Vorsitzende des Fördervereins „Johanniterkapelle Bokelesch“, Gerd Olling, den Gästen noch einmal kurz die Geschichte der kirchlichen Neueinrichtungen.

Der Förderverein habe vom Mühlenverein Friesoythe eine 500 Jahre alte Eiche gespendet bekommen, aus der beide Stücke gefertigt wurden. Der Verein, der die reinen Herstellungskosten übernahm, hatte sich die Arbeiten mehrfach angeschaut. „Das war eine mühselige Arbeit“, sagte Olling. Bei der Begutachtung des Holzes sei zu Beginn festgestellt worden, dass das Holz feucht war. Vor der Trocknung habe es in Streifen geschnitten werden müssen. „Von dem Holz, was verwendbar war, waren 80 Prozent Abfall“, erklärte Olling.

Zahlreiche Stunden Arbeit hätten Tischlermeister Manfred Mödden und Manuel Ahrens aus Scharrel in den Bau gesteckt. „Es ist weltweit wohl ein einzigartiges Stück“, freute sich Olling. Die Zeichnungen hatte Franziska Kramer, die Enkelin des ehemaligen Vorsitzenden des Mühlenvereins, Hans Kramer, angefertigt. „Als wir von dem Vorhaben hörten, haben wir gerne die 500 Jahre alte Mooreiche, die bei der Wassermühle gefunden wurde, zur Verfügung gestellt“, erläuterte Kramer. Er freue sich über das gelungene Werk.

Ebenso auch Bürgermeister Hubert Frye. Er lobte die große Handwerkskunst der beiden Tischlermeister. „So alten Stücke gehören auch zu so einer alten Kirche“, sagte Frye. „Ich habe mich gefreut, so zwei einmalige Stücke fertigen zu dürften. Es war schon eine Herausforderung“, erklärte Tischlermeister Ahrens. Es sei nicht einfach gewesen, die uralte Eiche zu verarbeiten.

Am Rande der Einweihung betonte Olling, dass sich der Verein weiter bemühe, die Reliquie des Kardinals Clemens August Graf von Galen in die Johanniterkapelle zu überführen. Noch immer schlummert sie im Kirchentresor bei der Kirchengemeinde St. Jakobus. „Ich hoffe, dass die Überführung noch dieses Jahr passiert. Ob das klappt, weiß ich nicht. Der Pastor ist an der Sache dran“, erklärte Olling.

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