• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Hausverbot für Tennet-Mitarbeiter

13.06.2017

Cloppenburg „Wir sind – auf dem Hintergrund des geplanten Baus einer 380 000 Volt Monsterstromtrasse – in tiefer Sorge um die zukünftige Entwicklung von Ambühren, Bethen, Dingel, Emstekerfeld, Kellerhöhe. Lankum, Nutteln, Sevelten, Vahren, ja der gesamten Gemeinde Cappeln sowie der Stadt und des Landkreises Cloppenburg.“ So heißt es von mehr als 40 Bürgern unterzeichneten offenen Briefen der Bürgerinitiative „Verkehrs- und Verschönerungsverein für den Cloppenburger Südwesten“ (VVC) an Landrat Johannes Wimberg, Cloppenburgs Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese, dessen Cappelner Amtskollegen Marcus Brinkmann sowie an Franz-Josef Sickelmann, Leiter des Amtes für regionale Landesentwicklung Weser-Ems in Oldenburg.

Grundsätzlich halten die Verfasser des Briefes sowie die übrigen Unterzeichner die vom Netzübertragungsbetreiber Tennet geplante Trasse für überflüssig. Dem Unternehmen werfen sie vor, ausschließlich wirtschaftliche Interessen zu verfolgen. Der Schutz der Bevölkerung spiele offenbar keine Rolle. Vielmehr befürworten sie mit Nachdruck eine dezentrale Energieversorgung als Gebot der Stunde.

Der Protest richtet sich gegen den Bau der geplanten Trasse. Durch das Vorhaben werde in „unerträglicher Weise“ in das Leben der Menschen in dem betroffenen Bau eingegriffen. Sie sehen unter anderem ihre „Eigentumsrechte beschnitten“, vielfältige gesundheitliche Gefahren durch von der Trasse ausgehenden Elektrosmog, die Auswirkung elektrischer und magnetischer Felder sowie „gigantische Wertverluste an Grundstücken, Ländereien, Produktionsanlagen, Stallungen und Häusern.“

Wörtlich heißt es in den Briefen: „Bevor Gesundheitsrisiken nicht zu 100 Prozent ausgeschlossen werden können, darf der Bau der Stromtrasse nicht einmal in Erwägung gezogen werden.“ Zudem beeinträchtige eine Höchstleistungsleitung, das aktuelle Projekt, die Entwicklungsmöglichkeiten der heimischen Region.

Von der Politik erwarten sie sich Gehör und Unterstützung für ihre Anliegen. Zudem erklären sie, dass sie in ihrem Besitz stehenden Grund und Boden für einen Trassenbau nicht zur Verfügung stellen wollen und gegen das Projekt auch juristisch vorgehen werden.

In einem weiteren Schreiben, diesmal an die Tennet in Oldenburg, machen die Unterzeichner von ihrem Eigentumsrecht Gebrauch und erteilen Mitarbeitern des Unternehmens Hausverbot. Es ist unbefristet und gilt auch für von der Tennet beauftragte Personen beziehungsweise Subunternehmen, so die Unterzeichner.

Christoph Floren
Cloppenburg
Redaktion Münsterland
Tel:
04471 9988 2804

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.