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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Bauprojekt: Hier soll eine neue Kita entstehen

09.06.2018

Ramsloh /Hollen Auf dem 5095 Quadratmeter großen Grundstück an der Möhlenschleede 10 in Ramsloh-Hollen soll für die Gemeinde Saterland ein neuer, dreigruppiger Kindergarten mit einer Kinderkrippe gebaut werden, um dem gestiegenen Bedarf an Betreuungsplätzen gerecht zu werden. Dafür bzw. für den Kauf des Grundstücks (Tausch mit der Kirchengemeinde) hat sich der Verwaltungsausschuss bereits im Februar einstimmig ausgesprochen. Auch Raum für eine spätere Erweiterung der kommunalen Kita (zusätzliche Kindergartengruppe) soll gegeben sein.

Die vier beauftragten Planer, 3D Architekturwerkstatt GmbH Bernd Norrenbrock (Scharrel), Reinhold Engelmann (Cloppenburg) mit prasch buken partner architekten partG mbH (Hamburg), Bocklage + Buddelmeyer GmbH (Vechta) und Frank von Garrel (Bösel), stellten am Donnerstag in der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Familie und Vorsorge im Rathaus in Ramsloh ihre Planungskonzepte für den Neubau der Kita vor. Die Kosten reichen dabei von 2,13 bis 3,1 Millionen Euro.

Multifunktional

Nach den städtebaulichen Vorgaben und den Vorstellungen der Gemeinde soll die neu gebaute Einrichtung innen eine Nutzfläche von 900 bis 1000 Quadratmeter haben. Wichtig ist, dass die Räume multifunktional genutzt werden können. Eine Flachdachlösung ist nicht vorgesehen. Eingeschossigkeit ist gewünscht. Die zeitgemäße und moderne Gebäudearchitektur soll sich an der vorhandenen Umgebung (Gebäude mit Verblendmauerwerk) orientieren. Ein barrierefreier Zugang und der Grundgedanke der Inklusion müssen planerisch berücksichtigt werden. Die Erschließung des Gebäudes kann nördlich von der Straße Möhlenschleede erfolgen. Die Spielflächen/Außenanlagen der Kita sollen jeweils individuell für Kindergarten und Krippe geplant werden. Die Vorgaben in ihrer Gesamtheit liegen über dem gesetzlichen Standard.

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Zusätzlich zu den drei 54 Quadratmeter großen Gruppenräumen im Kindergartenbereich soll es unter anderem drei Kleingruppenräume (je 12,5 Quadratmeter) geben, einen Ruheraum für eine Ganztagsgruppe, einen Intensivraum und einen Mehrzweck-Bewegungsraum (Turnhalle). Auch eine Küche und einen Speiseraum (30 Quadratmeter) soll die neue Kita beinhalten.

Für die integrierte Krippe ist ein 50 Quadratmeter großer Gruppenraum vorgesehen sowie unter anderem ein Kleingruppenraum (12,5 Quadratmeter).

Die Architekten Georg Bocklage und Annette Kramer (Bocklage + Buddelmeyer GmbH) setzen in ihrem Konzept auf „bauliche Ordnung“, damit der Nachwuchs sich gut orientieren kann. „Die Kinder sollen wissen, wo was ist“, so Bocklage. In dem kompakten Gebäude (wie eine Art Riegel geformt) sind die Gruppenräume, wie auch bei den anderen Planern, nach Süden ausgerichtet. Besagte Räumlichkeiten sollen von außen wie kleine Häuser aussehen. Über Schmutzschleusen gelangen die Kinder vom Spielplatz direkt in den jeweils angrenzenden Waschraum.

Frank von Garrel setzt auf eine L-Form der Kita. Ein rund 22 Meter langer Flur führt vom Eingang geradeaus zur Krippe (Gebäudeteil grenzt an östliche Grundstücksseite). Rechts vom Eingang zweigt der Kindergartenbereich ab. Mehrzweckraum und Speiseraum könnten durch Faltelemente getrennt und somit in der Größe flexibel sein. Auch die anderen Planer sehen zum Teil multifunktionale Gestaltungen vor.

Einen eher rechteckigen Entwurf des Gebäudes präsentierten Bernd Norrenbrock und Sükrü Begic. Durch die Anordnung auf dem Grundstück entsteht eine nördlich-öffentliche und südlich-private Seite. Der Baukörper wird so platziert, dass sowohl eine Erweiterung der Kita nach Westen als auch eine Erweiterung der Krippe in Richtung Osten möglich sind. Eigene kleine Gärten vor den Gruppenräumen sind angedacht. Wie auch die anderen Planer setzen sie auf viel Lichteinfall durch entsprechende Fensterelemente.

Ein hallenartiges, lichtdurchflutetes Foyer schwebt Reinhold Engelmann, Frank Buken und Michael Aselmeier vor. Das Gebäude ist ebenfalls in L-Form konzipiert, nur das der längere Gebäudeteil, an dessen Ende die Krippe zu finden ist, auf der westlichen Grundstücksseite liegt. Statt Zäune setzen die Architekten auf Findlinge und Gewächse.

Auch Parkplatzkonzepte wurden präsentiert. Nach Einschätzung vom Ersten Gemeinderat Wilhelm Hellmann seien für die neue Kita zehn bis 15 Parkplätze für die Mitarbeiter sowie 15 weitere für Eltern/Besucher nötig. Die Gemeinde wolle sich dafür einsetzen.

Kritik von Bürgern

Aus dem Publikum wurde kritisiert, dass die landwirtschaftlichen Emissionen und der unbeschrankte Bahnübergang an besagtem Standort für die Kinder ein zu hohes Risiko darstellten. Laut Gemeinde seien jedoch die rechtlichen Voraussetzungen für einen Bau gegeben, auch hinsichtlich des Abstands der Kita zur B 72. Das Kita-Gelände wird eingezäunt. Die Emsländische Eisenbahn fährt nur zweimal am Tag an dem Grundstück vorbei.

Nicht einverstanden mit der geplanten Kita sind die Anwohner. Sie haben bei der Gemeinde eine Petition eingereicht, um den Bau zu verhindern. Der Grund: Das erhöhte Verkehrsaufkommen durch die Kita und der damit eventuell verbundene Ausbau der Straße, den die Anwohner finanziell mittragen müssten.

Eine Empfehlung für einen der vier Entwürfe sprach der Ausschuss am Donnerstag noch nicht aus. Die Konzepte werden nun in den Fraktionen beraten, ehe der Verwaltungsausschuss und Rat entscheiden, welches umgesetzt wird. Der Baubeginn ist für den Herbst 2018 geplant.

Sebastian Friedhoff Redakteur / Newsdesk
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