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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Eisenbahn soll nicht aufs Abstellgleis

02.11.2019

Ramsloh /Sedelsberg Ob Kohl- oder Moorfahrt, Betriebsausflug oder Spazierfahrt: Eine Fahrt mit der Museumseisenbahn Ammerland-Barßel Saterland (MABS) ist ein herrliches Erlebnis. Doch damit könnte es bald vorbei sein. Noch sind die Weichen nicht endgültig gestellt. Doch die Zeit drängt.

Für die weitere Nutzung der Gleise fordert die Deutsche Bahn (DB) einen „Infrastrukturanschlussvertrag“ – und rund 25 000 Euro jährlich an Gebühren. Dies ist Voraussetzung dafür, dass der historische Triebwagen vom Lokschuppen auf dem Schienennetz der Bahn fahren darf. Einem Vertrag hat die Stadt Westerstede zwischenzeitlich zugestimmt unter der Voraussetzung, dass sich auch die Anrainergemeinden finanziell beteiligen.

Damit hat sich der Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Verkehrswesen und Fremdenverkehr der Gemeinde Saterland in seiner Sitzung im Rathaus Ramsloh nun auseinandergesetzt. Hintergrund ist, dass die DB den Bahnhof Ocholt barrierefrei ausbauen will. Dafür werden Gleise im nördlichen Bahnhofsumfeld entbehrlich, mit der Folge, dass die MABS vom Hauptgleis abgeschnitten wäre. Und ohne Zugang zum Hauptgleis wären keinerlei Fahrten der MABS mehr möglich.

„Die DB Netz ist jedoch bereit, der MABS den Zugang zum Hauptgleis weiterhin zu ermöglichen. Voraussetzung ist der Abschluss des Infrastrukturanschlussvertrages und die Zahlung der Gebühr von jährlich rund 25 000 Euro“, erklärte Bürgermeister Thomas Otto (parteilos).

Die MABS hat dafür aber kein Geld. „Wir müssen uns überlegen, was es bedeutet, wenn die Museumseisenbahn nicht mehr von Ocholt nach Sedelsberg auf den Gleisen fahren kann. Solange die nostalgischen Züge fahren, wird auch die Bahnstrecke insgesamt erhalten“, so CDU-Ratsheer Gerd Albers. „Wir sollten ein Zeichen setzen, welche Bedeutung die Bahn für uns hat und nicht der Museumseisenbahn die Grundlage für die Fahrten entziehen. Die Gemeinde sollte sich als Partner zeigen und schon gar nicht pokern.“ Er halte 5000 Euro als Zuschuss für angemessen.

„Mit der Strecke, auf der zurzeit die Emsländische Eisenbahn verkehrt, könnte es schlagartig vielleicht in fünf Jahren zu Ende sein. Dann müssen wir etwas in der Hand haben, um zu zeigen, dass das Schienennetz weiter benötigt wird“, so Johannes Brinkmann (CDU). „Ich freue mich, dass die Diskussion in diese Richtung geht. Stellt die Museumseisenbahn den Betrieb ein, wäre dies unbestritten ein Verlust für das touristische Angebot in der Gemeinde Saterland. Gleichwohl muss man die Finanzierung im Auge haben“, sagte Otto.

In einer kurzen Sitzungsunterbrechung kam Werner Ubbens, dritter Vorsitzender der MABS, zu Wort: „Es sieht aus, als wären wir immer die Prügelknaben. Der Verein ist nicht mit der Situation zufrieden.“ Dennoch sei man froh, dass es scheinbar weitergehe. Er sprach sich dafür aus, alle Beteiligten noch einmal an einen runden Tisch zu holen.

Der Ausschuss stimmte dafür, einen jährlichen Zuschuss von 25 Prozent der Aufwendungen, höchstens 5000 Euro, zu gewähren.

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