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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

„Ratsvertreter geben schwache Vorstellung ab“

25.11.2014

Ahrensdorf /Heinfelde Die Bürgerinitiative gegen den Windpark Ahrensdorf-Heinfelde hat ihre Kritik am geplanten Projekt erneuert. Wie berichtet, sollen auf einer 52 Hektar großen Fläche fünf Anlagen mit einer jeweiligen Höhe von 193 Metern entstehen– zunächst waren sechs Anlagen geplant. Dazu schreibt die Initiative: „Wie zu erfahren war, ist der geplante Windpark um eine Anlage geschrumpft. Der Fachbereichsleiter der Stadt Friesoythe, Herr Fabian, sprach davon, es würde jetzt eine bessere Wirtschaftlichkeit pro Windrad erreicht. Wie Herr Fabian unter diesen Umständen von einer verbesserten Wirtschaftlichkeit sprechen kann, ist uns ein Rätsel.“ Er könne nur die Wirtschaftlichkeit im Sinne finanzieller Einnahmen gemeint haben. In diesem Zusammenhang fragt sich die Bürgerinitiative: „Welches Ziel eigentlich angestrebt wird: die Wirtschaftlichkeit der Anlagen oder der Beitrag zur Energiewende?“ Die Mitglieder der Initiative sind sich sicher: „Das als Bürgerwindpark geplante Projekt dient nur monetären Interessen der Betreibergesellschaft, der Stadt Friesoythe, des Landkreises sowie der Landverpächter – und gefährdet dabei die Gesundheit der Anwohner und zerstört unwiederbringlich intakte Natur und Landschaft.“

Darüber hinaus erwartet die Bürgerinitiative immer noch eine Erklärung hinsichtlich der Auswahl der Potenzialflächen sowie für die „skandalöse Ungleichbehandlung von Windparkanwohnern durch die Stadt Friesoythe“. Die Stadt habe bei den Planungen der Gemeinde Bösel zum Windpark Kündelmoor eine „mindestens fünffache Anlagenhöhe“ als Mindestabstand zu Wohnbebauung jeglicher Art gefordert. Der gleiche Planungs- und Umweltausschuss mute nun aber den Anwohnern des geplanten Windparks Ahrensdorf-Heinfelde einen Abstand von nur 650 Metern zu diesen Industrieanlagen zu. „Offenbar ist den Verantwortlichen der Stadt Friesoythe die Gesundheit von Bürgern im Außenbereich und in Nachbargemeinden nicht so viel wert. Würde die Stadt Friesoythe sich an die eigenen Vorgaben halten, müsste sie bei den geplanten 193 Meter hohen Anlagen 965 Meter Mindestabstand einhalten“, heißt es in dem Schreiben.

Die Bürgerinitiative Ahrensdorf-Heinfelde bedauert zudem, dass kaum ein Ratsmitglied auf ihr Schreiben geantwortet habe: „Unseres Erachtens geben die Friesoyther Ratsvertreter in dieser Sache eine sehr schwache Vorstellung ab. Wir vermissen eine geradlinige Einstellung, die auch gegenüber allen Bürgern eingehalten wird.“

Die Bürger hätten nun die Möglichkeit, bis zum 5. Dezember 2014 Einspruch einzulegen. Man könne sich gerne an die Bürgerinitiative wenden (wka-heinfelde@gmx.de).

Carsten Bickschlag
Redaktionsleitung Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2900

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