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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Ärger In Garrel: Mann nimmt Rehkitz aus Wald mit – Tier stirbt

11.06.2016

Varrelbusch Rehkitze nie berühren: „Eigentlich weiß das doch jedes Kind“, berichtet Tierärztin Dr. Thea Janetzko aus Varrelbusch. Der Mann, der im Wald in Thüle am Donnerstag fast auf ein kleines Rehkitz getreten war und dieses mitgenommen hatte, wohl nicht.

Sie ist sauer über dieses unverantwortliche Verhalten, das kein Einzelfall sei. Und zudem ein tragisches Ende nahm. Denn nachdem der Mann das kleine nicht einmal eine Woche alte Kitz fast den ganzen Tag in seinem Fahrradkorb transportiert und mit Erdbeeren gefüttert hatte, brachte er es zur Tierärztin nach Varrelbusch. Als er dort ankam, war das Tier schon ausgekühlt. Die Tierärztin versuchte noch, das Tier zu retten – aber letztlich vergeblich.

„Einfach liegen lassen“, sei das richtige Verhalten, wenn man ein Rehkitz im Wald finde, berichtet Dr. Janetzko. Höchsten aus sicherer Entfernung beobachten, ob es von der Ricke gefüttert werde. In der Regel sei das scheue Tier in der Nähe, traute sich aber nicht zum Kitz wegen der anwesenden Menschen. Die Kitze hätten in den ersten Wochen noch keinen Fluchtinstinkt und würden sich lediglich tief auf den Boden ducken. Das führt gerade auch in der Mähzeit dazu, dass Kitze in die Maschinen geraten. Landwirte und Hegeringe arbeiten gemeinsam daran, diese Mähtode zu minimieren – mit unterschiedlichen Maßnahmen.

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Rehkitze von Hand aufzuziehen, sei sehr schwer, berichtete die Tierärzten weiter.

Wenn die Kitze erst einmal berührt worden sind, werden sie von den Ricken verstoßen und müssen verhungern. Gerade in dieser Zeit – noch bis zum 15. Juli gilt die Brut- und Setzzeit – sind zahlreiche Jungtiere in den Wäldern zu finden. Die Natur hat sich einiges einfallen lassen, um sie zu schützen. So besitzen die Rehkitze in den ersten Wochen keinen Eigengeruch. So sind sie für Feinde wie Füchse oder andere Räuber nur schwer aufzuspüren.

In den ersten Wochen bewegen sie sich kaum, sondern werden nur von den Ricken gesäugt. In dieser Zeit sind sie besonders anfällig. Dr. Janetzko möchte bei den Menschen mehr Sensibilität dafür entwickeln, damit sich Situationen wie die vom Donnerstag möglichst nicht wiederholen.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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